Angespannte Stimmung

Heikles Treffen: Hat die US-Regierung den Vatikan bedroht?

Veröffentlicht:

von Christopher Ferner

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Papst richtet eindringlichen Appell an Trump

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Ein Treffen zwischen Vertretern der US-Regierung unter Donald Trump und dem Vatikan sorgt für Wirbel – und erhöht den Druck auf die ohnehin angespannte Beziehung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sollen den Vatikan bei einem Treffen massiv unter Druck gesetzt haben.

  • Sowohl das Pentagon als auch der Vatikan weisen die Darstellungen zurück.

Das Verhältnis der Trump-Regierung und dem Vatikan gilt als angespannt. Für neuen Wirbel sorgen nun Medienberichte über ein Treffen im Januar zwischen Vertretern des US-Verteidigungsministeriums und dem damaligen vatikanischen Botschafter in den USA, Kardinal Christophe Pierre. Allein das ist ungewöhnlich: Normalerweise ist für solche Gespräche das Außenministerium zuständig.

Während des Treffens soll die US-Regierung den Vatikan nicht nur unter Druck gesetzt, sondern womöglich indirekt mit militärischer Macht gedroht haben. Laut einem Bericht der Website "Letters from Leo" sollen US-Vertreter dem Botschafter deutlich gemacht haben, dass die USA tun und lassen könnten, was sie wollten.

Zudem soll ein Vergleich mit dem sogenannten Avignon-Papsttum gefallen sein, einer Phase im 14. Jahrhundert, in der französische Könige die Päpste unter ihre Kontrolle brachten. Manche Beobachter:innen werten das als Drohung.


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Vatikan und US-Regierung weisen Darstellungen zurück

Die US-Regierung weist das entschieden zurück. Unterstaatssekretär Elbridge Colby habe ein "substantielles, respektvolles und professionelles" Treffen abgehalten, schrieb das Verteidigungsministerium auf X. Die US-Botschaft beim Heiligen Stuhl sprach von einer "bewussten Falschdarstellung routinemäßiger Treffen" und betonte: Die Beziehung bleibe "stark und produktiv."

Doch der Kontext gibt den Berichten Gewicht. Die Spannungen zwischen Washington und dem Vatikan reichen zurück bis zu Trumps Abschiebepolitik, die US-Bischöfe öffentlich kritisiert hatten. Papst Leo XIV. hat seither mehrfach klar Stellung bezogen. Zuletzt nach Trumps Drohung, den Iran "auszulöschen": "Das ist wirklich nicht akzeptabel", sagte der Papst. Er fügte hinzu: „Ich möchte alle einladen, wirklich im Herzen an die vielen Unschuldigen zu denken – an die vielen Kinder, viele ältere Menschen, völlig Unschuldige."

Auch in den News:


Verwendete Quellen:

t-online: "Trump-Regierung soll dem Vatikan gedroht haben"

Euronews: "Spannungen zwischen Vatikan und USA: Wurde Kardinal Pierre im Pentagon zurechtgewiesen?"

Letters from Leo: "The Pentagon Threatened Pope Leo XIV’s Ambassador With the Avignon Papacy"

X: "U.S. in Holy See", "DOW Rapid Response"

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