Bio ist sauber

Öko-Test hat untersucht: Pestizide in Snacktomaten nachgewiesen

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Öko-Test und Stiftung Warentest im Vergleich

Videoclip • 01:35 Min • Ab 12


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Klein, rot, beliebt – aber wie sauber sind Snacktomaten wirklich? Öko-Test hat 26 Produkte auf Herz und Nieren prüfen lassen. Der Test zeigt, dass viele konventionelle Produkte mit mehreren Pestiziden belastet sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Snacktomaten gelten als perfekter Mini-Snack: süß, gesund und ideal für Kinder.

  • Doch eine neue Untersuchung zeigt, dass viele der kleinen Tomaten mit mehreren Pestiziden belastet sind.

  • Einige Wirkstoffe werden als besonders bedenklich eingestuft.

Snacktomaten gelten als gesunder Lieblingssnack der Deutschen – gerade für Kinder, in Lunchboxen oder für zwischendurch. Doch eine aktuelle Untersuchung von Öko-Test zeigt: Viele der kleinen Tomaten sind mit mehreren Pestiziden belastet, einige davon mit besonders bedenklichen Wirkstoffen.

Für den Test wurden 26 Snacktomaten – von Dattel‑, Kirsch‑ und Cherrytomaten bis zu Mini-Roma – auf Rückstände von rund 600 Pestiziden untersucht. Die gute Nachricht: Alle Bio-Produkte waren komplett frei von Pestiziden und erhielten die Bestnote "sehr gut". Auch drei konventionelle Sorten waren rückstandsfrei, insgesamt vier konventionelle Produkte schafften ein "sehr gut".


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Möglicherweise krebserregende Stoffe gefunden

Doch bei vielen konventionellen Tomaten sieht es deutlich schlechter aus: Bis zu fünf verschiedene Pestizide fanden die Prüfer in einem Produkt. Darunter Stoffe, die laut CLP-Verordnung als "vermutlich krebserregend beim Menschen" gelten, als hormonwirksam eingestuft sind oder in der EU gar nicht mehr zugelassen sind, obwohl Importware mit diesen Rückständen weiterhin in den Handel gelangen darf.

Besondere Sorge bereitet Fachleuten der sogenannte Cocktail-Effekt: die Wechselwirkung verschiedener Pestizide. Eine 2026 veröffentlichte Studie legt nahe, dass das Krebsrisiko von Menschen, die in ihrer Umwelt Mischungen unterschiedlicher Pestizide ausgesetzt sind, um das 2,5‑Fache steigen kann – obwohl keiner der Einzelswirkstoffe für sich als krebserregend oder extrem gefährlich eingestuft ist. Öko-Test bewertet Mehrfachbelastungen daher kritisch, auch wenn akute Gesundheitsgefahren beim Verzehr der Tomaten nach aktuellem Stand nicht bestehen.

Auch in den News:

Tomaten nicht im Kühlschrank lagern

Verbraucher:innen, die Pestizide möglichst vermeiden wollen, sind mit Bio-Snacktomaten laut Test am besten beraten. Hilfreich sind außerdem saisonale Ware, regionale Herkunft und gründliches Waschen, das oberflächliche Rückstände etwas mindern kann. Für den Geschmack gilt zudem: Tomaten sollten idealerweise nicht im Kühlschrank gelagert werden – dort verlieren sie innerhalb weniger Tage deutlich an Aroma und erreichen auch nach dem Aufwärmen nicht mehr das Niveau nie gekühlter Früchte.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Ökö-Test

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