BaWü-Landtagswahl
Die Grupps politisch: Trigema-Familie zu BaWü, Deutschland und dem Iran-Krieg
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Wolfgang Grupp: Verblüffende Fakten über den Trigema-Patriarchen
Videoclip • 01:15 Min • Ab 12
Wie denken Bonita Grupp und ihr Bruder Wolfgang Grupp junior von Trigema über die aktuelle Politik? In einem Interview haben sie sich zur Landtagswahl in BaWü, der Stimmung in Deutschland sowie zum Iran-Krieg geäußert.
Das Wichtigste in Kürze
In einem gemeinsamen Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" haben sich Bonita Grupp und Wolfgang Grupp junior zu diversen Polit-Themen geäußert.
Unter anderem erklärte Trigema-Co-Chefin und Parteimitglied Bonita Grupp, alle Grupps hätten CDU gewählt.
Auch der Iran-Krieg geht am Familienunternehmen Trigema den beiden zufolge nicht spurlos vorbei.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hatten die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir knapp vor der CDU und Manuel Hagel die Nase vorn. Die Unternehmerfamilie Grupp, die den Textilhersteller Trigema führt, hat ihr Kreuz bei Hagel gemacht.
In einem gemeinsamen Interview mit ihrem Bruder Wolfgang junior, welches sie der "Augsburger Allgemeinen" (AA) gab, bekräftigte CDU-Mitglied Bonita Grupp: "Wir haben alle Herrn Hagel gewählt, also ich, mein Bruder, meine Mutter und auch mein Vater."
Sie finde es "schade, dass die Arbeit von Herrn Hagel im Wahlkampf am Ende nicht mehr sachlich beurteilt wurde und ein altes Video gegen ihn von den Grünen instrumentalisiert wurde". Damit spielte Grupp auf ein von der Grünen-Bundestagsabgeordneten aus Karlsruhe, Zoe Mayer, gepostetes Video an, das im Vorfeld der Wahl für Aufregung sorgte.
Der damals 29-jährige Hagel schwärmt darin von einer Schülerin mit "rehbraune(n) Augen". Bereits nach der CDU-Schlappe auf der Wahlparty kritisierte Bonita Grupp den Umgang der Grünen mit dem Video als "nicht fair".
Ihr sei das "zu persönlich" gewesen. In der Politik müsse es um Inhalte gehen. Die Menschen in Baden-Württemberg hätten sich für den erfahrenen Özdemir ausgesprochen. "Dabei bräuchten wir mehr dynamische, jüngere Kräfte wie Herrn Hagel."
Wolfgang Grupp junior: "Özdemir wird das gut machen"
Ihr Bruder unterstreicht im AA-Interview, keiner Partei anzugehören. Seiner Meinung nach hätten die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann die vergangenen Jahre "mit ruhiger Hand" sehr gut regiert. Vater Wolfgang Grupp senior gab Kretschmann zuvor zweimal seine Stimme. "Mein Vater hat Herrn Kretschmann als Landesvater gewählt, nicht so sehr die Grünen", betont Bonita Grupp, deren Vater weiter für Trigema tätig ist.
Auch Wolfgang Grupp junior glaubt, Hagel wäre eine gute Lösung für Baden-Württemberg gewesen, gibt sich jedoch versöhnlicher: "Herr Özdemir wird das jetzt auch gut machen." Er habe da keine Bedenken.
Standort Deutschland "besser als sein Ruf"
Und wie blicken die Grupps auf die aktuelle Krise der deutschen Wirtschaft? "Der Standort Deutschland wird schlechter gemacht, als er ist", so Wolfgang Grupp junior. Jedoch warnt der Unternehmer, dass man sich durch die schlechte Stimmung im Land den Standort Deutschland nicht kaputtmachen lassen dürfe.
Mit Blick auf mögliche Reformen fordert seine Schwester einen Bürokratie-Abbau sowie eine Begrenzung des Lohnnebenkosten-Anstiegs. Zudem dürfe man Unternehmer "nicht wie zuletzt die SPD mit Erbschaftssteuer-Diskussionen verschrecken".
Iran-Krise führt zu "Diskussionen im Betrieb"
Doch nicht nur die Politik auf Staats- oder Landesebene hat Einfluss auf Trigema. Auch die großen Krisen der Weltpolitik gehen nicht spurlos am Familienbetrieb vorbei. "Die Ereignisse im Iran führen natürlich zu Diskussionen im Betrieb", so Bonita Grupp. Der Krieg erschwere es, dass Angehörige iranischer sowie aus dem Nahen Osten stammender Mitarbeiter:innen nach Deutschland nachziehen können. "Wir beschäftigen viele Näherinnen und Näher aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und Pakistan", so Grupp.
Im Zuge des Preis-Schocks durch den Iran-Krieg sorgte die Trigema-Tankstelle kürzlich für einen Run auf Diesel.
Verwendete Quellen:
Augsburger Allgemeine: "Bonita und Wolfgang Grupp junior: 'Nicht durch schlechte Stimmung den Standort Deutschland kaputtmachen'"
Nachrichtenagentur dpa
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