Drei zeitgleiche Explosionen
Mutmaßliche Terroranschläge in Nigeria: Mehr als 20 Tote
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von Jana WejkumEin belebter Marktplatz war einer von drei Orten, an denen sich die Explosionen ereigneten.
Bild: AP
In der nigerianischen Stadt Maiduguri sterben bei mutmaßlichen Selbstmordattentaten mindestens 23 Menschen.
Drei fast zeitgleiche Explosionen in der nigerianischen Stadt Maiduguri haben laut Polizei mindestens 23 Menschen getötet. Mehr als 100 weitere Personen seien verletzt worden, als die Sprengsätze am Montagabend (16. März) explodierten. Der Polizeisprecher Nahum Kenneth Daso geht davon aus, dass es sich um Selbstmordattentate gehandelt habe.
Ziel der Anschläge waren belebte Orte der nordöstlichen Regionalhauptstadt des Bundesstaates Borno. Laut Daso waren ein Marktplatz, ein Lehrkrankenhaus der Universität in Maiduguri sowie eine vielbefahrene Überführung in der Stadtmitte betroffen. Am Dienstagmorgen (17. März) ist noch unklar, wer dafür verantwortlich ist. Keine Gruppe hat sich bislang zur Tat bekannt.
Maiduguri: Hochburg der Boko Haram
Im Bundesstaat Borno ist seit mehr als 15 Jahren die islamistische Terrormiliz Boko Haram aktiv. Sie ist dort regelmäßig für Anschläge verantwortlich und für Massaker an der Zivilbevölkerung berüchtigt. Maiduguri gilt als ihre Hochburg. Auch der westafrikanische Ableger des Islamischen Staats (ISWAP) ist in der Region vertreten.
Die Dschihadisten fordern, dass in Nigeria der Islam radikal ausgelegt werden solle. Hilfsorganisationen schätzen, dass seit 2009 mehr als 40.000 Menschen in Nigeria getötet und zwei Millionen vertrieben wurden. Nigeria ist mit rund 2020 Millionen Einwohner:innen das bevölkerungsreichste Land des afrikanischen Kontinents. Etwa die Hälfte der Menschen sind Muslim:innen und Christ:innen.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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