Umstrittener Protegé
"Little Napoleon": Trumps radikaler Grenzschützer Bovino tritt ab
Veröffentlicht:
von Emre BölükbasiEr war gefürchtet, verspottet und polarisierte die USA wie kaum ein anderer: Grenzschützer Greg Bovino, Trumps "Little Napoleon", wirft hin – ein Jahr früher als erlaubt.
Das Wichtigste in Kürze
Grenzschützer Greg Bovino, Trumps "Little Napoleon", tritt vorzeitig ab.
Der gefürchtete Kommandeur war zum Symbol von Trumps radikaler Abschiebepolitik geworden.
Nach tödlichen Schießereien und Gewaltvorwürfen ist nun Schluss.
Greg Bovino, das Gesicht von Donald Trumps kompromissloser Migrationspolitik, nimmt Ende März seinen Hut. Der 56-jährige Kommandeur der Border Patrol bestätigte seinen vorzeitigen Ruhestand gegenüber der "New York Times" und dem rechtsgerichteten Portal "Breitbart". Damit endet eine Karriere, die polarisierte wie kaum eine andere in der jüngeren Geschichte der US-Grenzschutzbehörden.
Vom Präsidenten geschätzt, von Kritikern gefürchtet
Was viele Amerikaner:innen entsetzt zur Kenntnis nahmen, verschaffte Bovino bei Präsident Donald Trump Anerkennung: Sein martialisches Auftreten bei Razzien gegen Menschen ohne Aufenthaltsrecht machte ihn zur Symbolfigur einer Politik, die auf Härte und Abschreckung setzte.
Als "commander at large" – Chef eines mobilen Kommandos – führte der gebürtige North Carolinaer seine hochgerüsteten Einheiten in Großstädten wie Chicago, Charlotte, New Orleans und Minneapolis.
Seine berüchtigte "turn and burn"-Taktik stand für blitzschnelles, aggressives Vorgehen gegen mutmaßlich illegal Eingewanderte und alle, die sich seinen Beamt:innen in den Weg stellten. Die hollywoodreifen Social-Media-Clips, in denen sich Bovino in Szene setzte, erinnerten Beobachter:innen an paramilitärische Einheiten oder Polizeikräfte autokratischer Systeme.
Tödliche Schüsse als Wendepunkt
Der Wendepunkt kam in Minneapolis. Nach zwei Vorfällen mit tödlichen Schüssen von Grenzschützer:innen auf US-Bürger:innen wurde Bovino als Einsatzleiter abgezogen. Besonders der Fall des Krankenpflegers Alex Pretti brachte den Kommandeur in Bedrängnis: Bovino hatte vor der Presse behauptet, Pretti habe ein "Massaker" unter seinen Beamt:innen anrichten wollen und sei aus Notwehr erschossen worden – ohne Belege liefern zu können. Videoaufnahmen widersprachen seiner Darstellung.
Das Innenministerium versetzte ihn daraufhin nach Kalifornien, um ihn aus der Schusslinie zu nehmen. Doch auch dort blieb er umstritten.
Auch in den News:
"Little Napoleon" mit Nazi-Ästhetik?
Wegen seiner geringen Körpergröße als "Little Napoleon" verspottet, präsentierte sich Bovino auf Social Media gern in martialischen Posen. Sein auffälliger Haarschnitt und ein zweireihiger Mantel mit ausladendem Kragen brachten ihm den Vorwurf ein, sich einer Nazi-Ästhetik zu bedienen. Kaliforniens demokratischer Gouverneur Gavin Newsom höhnte, Bovinos Garderobe sehe aus, als habe er gezielt bei Ebay nach einer SS-Kluft gesucht. Bovino wies die Anschuldigungen zurück.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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