Nach tödlichen Schüssen
US-Grenzschützer Greg Bovino soll Medien zufolge aus Minneapolis abgezogen werden
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Kommandeur muss Minneapolis verlassen
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Er ist das Gesicht der umstrittenen Einsätze von US-Bundesbeamten in Minneapolis: Nun soll Kommandeur Gregory Bovino Medienberichten zufolge die Stadt verlassen.
Das Wichtigste in Kürze
Der umstrittene Kommandeur der US-Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, soll Medien zufolge aus Minneapolis abgezogen werden.
Auch einige seiner Grenzschutzbeamten sollen nach erneuten tödlichen Schüssen die Stadt verlassen.
US-Präsident Trump hat angekündigt, den früheren kommissarischen Leiter der Einwanderungsbehörde ICE, Tom Homan, nach Minnesota entsenden zu wollen.
Gregory Bovino, der umstrittene Kommandeur der US-Grenzschutzbehörde, wird nach Medienberichten in Kürze Minneapolis verlassen. Zusammen mit ihm sollen auch einige seiner Grenzschutzbeamten aus der Stadt im US-Bundesstaat Minnesota abgezogen werden, wie die US-Sender CNN und CBS News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten. Nach CNN-Informationen ist der Abzug bereits für Dienstag (27. Januar) geplant.
Eltern des Getöteten beschuldigen Regierung
Der Abzug erfolgt, nachdem am Samstag (24. Januar) der US-Bürger Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis erschossen wurde. Dieser Vorfall hat massive Proteste in der Stadt und landesweit gegen die Trump-Regierung und ihre rigorose Abschiebepolitik ausgelöst.
Die Eltern des getöteten 37-jährigen Krankenpflegers werfen den Einsatzkräften vor, ihren Sohn ohne legitimen Grund getötet zu haben, und beschuldigen die Regierung, Lügen über den Vorfall zu verbreiten.
Bereits Anfang Januar war in Minneapolis die 37-jährige US-Bürgerin Renée Good bei einem ICE-Einsatz in ihrem Auto erschossen worden, was bereits damals zu Empörung und Protesten geführt hatte.
Trump-Sprecherin: Bovino ist "hervorragender Profi"
Bovino hat sich als zentraler Akteur der umstrittenen Einsätze der Bundesbeamten in Minneapolis etabliert. Nach dem Tod von Alex Pretti hatte er in einem CNN-Interview erklärt, dass die Beamten die "Opfer" seien. Kritiker:innen zogen wegen seines rigorosen Auftretens und seiner Kleidung mit einem auffälligen Mantel Vergleiche zu Nazi-Methoden, was Bovino zurückwies.
Am Montag (26. Januar, Ortszeit) hatte Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf die Frage von Journalist:innen, ob Bovino in Minnesota bleiben werde, keine eindeutige Antwort gegeben und lediglich erklärt, er sei ein "hervorragender Profi" und werde weiterhin die Grenzschützer im ganzen Land leiten.
Hardliner nach Minneapolis entsendet
Die Berichte über Bovinos Abzug folgten kurz nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass er den früheren kommissarischen Leiter der Einwanderungsbehörde ICE, Tom Homan, nach Minnesota entsendet. Laut Regierungssprecherin Leavitt soll Homan die Einsätze vor Ort überwachen. Homan gilt als Hardliner und ist bereits seit längerem mit der Oberaufsicht über Trumps Abschiebepolitik betraut.
Bürgermeister bestätigt teilweisen Abzug
Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, bestätigte nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump auf der Plattform X, dass einige Bundesbeamte am Dienstag damit beginnen würden, die Region zu verlassen. Er machte jedoch keine näheren Angaben dazu, wen oder wie viele Beamte dies betrifft.
Frey äußerte sich positiv über sein Gespräch mit Trump und erklärte, er habe dem Präsidenten vermittelt, wie sehr Minneapolis von den dort lebenden Migrant:innen profitiere. Zudem habe er seine Forderung unterstrichen, dass der im Dezember gestartete Bundeseinsatz von Migrationsbehörden in seiner Stadt beendet werden müsse. "Der Präsident stimmte zu, dass die aktuelle Situation nicht so weitergehen kann", schrieb Frey. Er werde sich am Dienstag mit Homan treffen, um weitere Schritte zu besprechen.
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Demokraten erwägen Haushaltsblockade
Die Demokraten erwägen als Reaktion auf die umstrittenen Einsätze, Haushaltsmittel für Migrationsbehörden zu blockieren und damit die Finanzierung der Abschieberazzien vorerst zu stoppen. Da am Freitag (30. Januar) der Übergangshaushalt der USA ausläuft, steht die Trump-Regierung unter Druck, eine Einigung mit den Demokraten zu erzielen, um einen erneuten "Shutdown" zu vermeiden.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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