Verbraucherschutz
Geld zurück bei Online-Betrug: Neue EU-Regeln sorgen für mehr Schutz
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von dpaEU-Unterhändler:innen haben sich auf neue Regeln zu Bargeldzugang und gegen Online-Betrug geeinigt.
Bild: Hannes P. Albert/dpa
Bargeld ohne Einkauf im Einzelhandel abheben und erweiterter Betrug-Schutz: EU-Bürger:innen sollen nach einem neuen Beschluss besseren Zugang zu Bargeld bekommen – und ihr Geld zurück im Betrugsfall.
Verbraucher:innen in der EU sollen künftig besser vor Online-Betrug und versteckten Gebühren geschützt werden. Unterhändler:innen des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich auf neue Regeln für Zahlungsdienste, wie beide Seiten mitteilten. Die beiden Institutionen müssen die Einigung noch formell annehmen, bevor die Vorgaben in Kraft treten können.
Um den Zugang zu Bargeld vor allem in ländlichen Gebieten zu verbessern, sollen Einzelhändler:innen künftig Barabhebungen zwischen 100 und 150 Euro ermöglichen können - ohne dass Kund:innen etwas kaufen müssen. Damit soll unter anderem Menschen geholfen werden, die keine Geldautomaten in der Nähe haben.
Mehr Transparenz bei Gebühren
Zudem sollen alle Gebühren vor einer Kartenzahlung - oder beim Bargeld abheben - transparent angezeigt werden müssen. Dabei geht es beispielsweise um Wechselkurskosten oder Gebühren an Geldautomaten.
Um Betrug zu erschweren, müssen Zahlungsdienstleister wie Banken künftig prüfen, ob Name und Kontonummer der empfangenden Person übereinstimmen, bevor eine Überweisung ausgeführt wird. Dies ist bei bestimmten Zahlungen bereits der Fall. Versagen Anbieter bei der Betrugsprävention, können sie für die Verluste der Kund:innen haftbar gemacht werden.
Geld zurück für Opfer von Betrug
Im Fokus steht auch Identitätsbetrug, bei dem Betrüger sich als Mitarbeiter:innen einer Bank oder anderen Zahlungsdienstleisters ausgeben und Kunden zu Zahlungen verleiten. In solchen Fällen müssen Zahlungsdienstleister laut Parlament den vollen Betrag erstatten, sofern der Kunde den Betrug bei der Polizei meldet.
Auch Online-Plattformen werden stärker in die Pflicht genommen: Sie haften nach Angaben des Europaparlaments künftig gegenüber Banken, die betrogene Kund:innen entschädigt haben, sollten sie über betrügerische Inhalte informiert worden sein, und diese nicht entfernt haben.
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