Unterirdischer Schutzraum
Geheimer Umbau am Weißen Haus: Trump bekommt neuen Sicherheitsbunker
Veröffentlicht:
von Benedikt RammerDas Weiße Haus bekommt einen neuen Sicherheitsbunker.
Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
Das Weiße Haus wird erneut umgebaut – diesmal unter strengster Geheimhaltung. Neben einem neuen Ballsaal wird der historische Sicherheitsbunker durch modernste Technologien ersetzt. Was steckt hinter diesem Projekt?
Das Wichtigste in Kürze
Der Ostflügel des Weißen Hauses wird erweitert und unter strenger Geheimhaltung modernisiert.
Der historische Sicherheitsbunker wird durch eine neue Anlage ersetzt, um aktuellen Bedrohungen zu begegnen.
Die Kosten für den sicherheitstechnischen Umbau werden von den Steuerzahler:innen getragen.
Das Weiße Haus steht erneut im Mittelpunkt eines umfassenden Bauprojekts, das sowohl historische als auch sicherheitstechnische Bedeutung hat. Unter der Leitung von Präsident Donald Trump wird der Ostflügel des Gebäudes um einen neuen Ballsaal erweitert. Gleichzeitig wird laut "CNN" der unterirdische Sicherheitsbunker, der ursprünglich während der Amtszeit von Franklin D. Roosevelt gebaut wurde, durch eine moderne Anlage ersetzt.
Die ursprüngliche Einrichtung, bekannt als Presidential Emergency Operations Center (PEOC), wurde 1941 nach dem Angriff auf Pearl Harbor errichtet. Damals diente sie als Schutzraum vor möglichen Bombenangriffen und wurde über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt. Historiker Bill Seale beschreibt die Anlage als "eine Art U-Boot aus den 1940er Jahren, ausgestattet mit separaten Wasser- und Stromversorgungen sowie Luftfiltration."
Ein Ort der Geschichte und Geheimhaltung
Der Bunker war nicht nur ein sicherer Rückzugsort, sondern auch Schauplatz historischer Ereignisse. Von Krisenmanagement während des 11. September 2001 bis hin zu weniger ernsthaften Momenten wie dem Anschauen eines Parodie-Films durch die Nixon-Regierung – die PEOC war ein zentraler Punkt in der Geschichte des Weißen Hauses. Doch die veraltete Infrastruktur und neue Bedrohungen machen eine Modernisierung unumgänglich.
Die laufenden Arbeiten sind von größter Geheimhaltung geprägt. Laut Joshua Fisher, Direktor für Management und Verwaltung am Weißen Haus, sind Teile des Projekts "top-secret" und notwendig, um zukünftigen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Diese Geheimhaltung hat auch dazu geführt, dass die Bauarbeiten ohne vorherige Zustimmung der National Capital Planning Commission begonnen wurden – ein Verstoß gegen frühere Verfahren.
Die Zukunft des Sicherheitsbunkers
Expert:innen vermuten, dass die neue unterirdische Einrichtung mit modernster Technologie ausgestattet wird, um Bedrohungen wie Nuklearschläge, chemische Angriffe oder elektromagnetische Impulse zu bewältigen. Jonathan Wackrow, ehemaliger US-Geheimdienstagent, betont gegenüber CNN: "Die Anlage muss nicht nur aktuellen Bedrohungen standhalten, sondern auch zukünftige Herausforderungen antizipieren können."
Während die Kosten für den Bau des Ballsaals auf etwa 400 Millionen Dollar geschätzt werden und von privaten Spender:innen finanziert werden sollen, bleibt unklar, wie teuer der Umbau des Bunkers sein wird. Sicher ist jedoch, dass die Steuerzahler:innen für die sicherheitstechnischen Maßnahmen aufkommen müssen. Diese umfassen vermutlich hochmoderne Technologien und Strukturen, die kommerziell nicht verfügbar sind.
Verwendete Quellen:
CNN: "Inside plans to rebuild the 'top-secret' bunker beneath the White House East Wing"
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