Angehörige reagieren mit Appell
Gaza-Krieg: Hamas veröffentlicht neues Geisel-Video
Veröffentlicht:
von dpaARCHIV - 01.02.2025, Palästinensische Gebiete, Gaza-Stadt: Hamas-Kämpfer stehen am Ort der Übergabe einer Geisel an das Rote Kreuz in der Stadt Gaza.
Bild: Mohammed Hajjar/AP/dpa
Mit der Veröffentlichung eines weiteren Geisel-Videos verstärkt die Hamas den psychologischen Druck. Die Angehörigen des jungen Mannes appellieren an Regierungschef Netanjahu.
Nach der Veröffentlichung eines neuen Geiselvideos der Hamas haben die Eltern eines vor bald zwei Jahren in den Gazastreifen Verschleppten Medien und Öffentlichkeit dazu aufgerufen, das Video nicht zu teilen und zu verbreiten. "Unsere Familie ist erschüttert und voller Schmerz" heißt es in einer vom Forum der Angehörigen verbreiteten Stellungnahme. Der beim Terroranschlag der islamistischen Hamas am 7. Oktober 2023 auf dem Nova-Festival entführte Musiker Alon Ohel erscheine dünn und ängstlich, hieß es von den Eltern. Es sei außerdem erkennbar, dass er auf dem rechten Auge das Sehvermögen verliere.
"Wir verlangen als Vorbedingung für jegliche Verhandlungen (...), dass Augenspezialisten Alon untersuchen und behandeln", schrieben Idit und Kobi Ohel in ihrer Stellungnahme. An Regierungschef Benjamin Netanjahu appellierten sie am Abend des jüdischen Neujahrsfests, das Leben junger Israelis liege in seiner Hand. "Brechen Sie nicht das Herz des israelischen Volkes", schrieben sie. Das Wichtigste sei nun, Alon und die anderen Geiseln zurück zu ihren Familien zu bringen.
Videos als psychologisches Druckmittel
Nach offiziellen israelischen Angaben befinden sich noch 48 Geiseln im Gazastreifen. Mindestens 20 sollen noch am Leben sein. Die Hamas hat wiederholt Geiselvideos veröffentlicht, die von der israelischen Seite als Terrorpropaganda bezeichnet werden. Teilweise hatten die Angehörigen einer Veröffentlichung der Videos in Teilen oder im Ganzen zugestimmt. Zuletzt hatten Bilder ausgehungerter Geiseln in Tunneln die Öffentlichkeit erschüttert.
Mehr News

Mindestens 40 Menschen tot
Zugunglück in Spanien: Auswärtiges Amt geht von deutschen Opfern aus

Italienischer Modemacher wurde 93 Jahre alt
Trauer um Mode-Ikone: Valentino Garavani ist tot

Bundeskabinett
Bauministerin im Baby-Glück: Verena Hubertz bringt erstes Kind zur Welt

FAQ
"Artemis 2": Was du zum Start der bemannten Mission wissen musst

Herkunft unklar
Rätselhafter Fund im All: Gigantischer Eisenbalken im Ringnebel überrascht Forschende

Treffen von Wirtschaft und Politik
Zölle, Sicherheitsgarantien, Donald Trump: Darum geht es beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Zwölfjähriger schwer verletzt
Drei Attacken in zwei Tagen: Vermehrt Haiangriffe an Sydneys Stränden

Angebliche Behörde
Vorsicht vor Betrugsmaschen: Bundesweit Fake-Anrufe und -Schreiben

Finanzhilfe
E-Auto-Förderung 2026 kommt: Wer sie bekommt und wie hoch sie ist

