In Abu Dhabi
Fortsetzung der Verhandlungen: Ukrainer und Russen treffen sich ohne USA
Veröffentlicht:
von dpaAbu Dhabi ist der Schauplatz der trilateralen Verhandlungen zwischen Washington, Moskau und Kiew über ein Ende des Kriegs in der Ukraine.
Bild: Sina Schuldt/dpa
Vertreter:innen der Ukraine und Russland wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre Gespräche über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Offen bleibt jedoch, ob Russland im Anschluss seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen wieder aufnehmen wird.
Das Wichtigste in Kürze
Die Verhandlungen in Abu Dhabi über ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen am 1. Februar fortgesetzt werden.
Dieses Mal wird ohne US-Vertreter:innen verhandelt.
Russland hat aktuell die Angriffe auf Bitte von US-Präsident Trump eingestellt.
Ukrainer und Russen wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Der Kreml in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigten den Termin zwar, nannten aber weder - wie vorige Woche - einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Vor einer Woche liefen die Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal verhandeln die Kriegsparteien ohne US-Vertreter:innen.
Gespräche gehen weiter
Zwar sprachen die Verhandlungsteams immer wieder von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Vor allem ist weiter die für Moskau zentrale Territorialfrage offen. Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Präsident Selenskyj hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt.
An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet.
Russland sieht von Angriffen zeitweilig ab
Russland erklärte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Angriffe auf andere Ziele wurden fortgesetzt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen.
Die Ukraine wehrt sich seit bald vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Grentzübergang soll öffnen
Zahlreiche Tote nach israelischen Luftangriffen in Gaza

Sachsen
Tierpark Chemnitz: Vogelgrippe-Fall offiziell bestätigt

Generation Deutschland
Partei-Jugend der AfD gründet Landesverband in Sachsen

Lage in Syrien und im Iran
Proteste in NRW: Tausende demonstrieren in Bonn und Düsseldorf

Trump, Musk, Gates & Co.
Epstein-Files: Das steckt in den neu veröffentlichten Akten

Nukleare Abschreckung
EVP-Chef Weber drängt auf gemeinsamen europäischen Atomschutz
