Trump-Anhänger
Drohnen-Deal für Bundeswehr: Pistorius warnt vor Einfluss Peter Thiels
Veröffentlicht:
von Emre BölükbasiUS-Präsident Donald Trump (links) und Investor Peter Thiel.
Bild: REUTERS
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Ein US-Milliardär, Kamikazedrohnen und sicherheitspolitischer Zündstoff: Die Bundeswehr prüft einen brisanten Deal. Jetzt meldet Verteidigungsminister Pistorius deutliche Zweifel an.
Das Wichtigste in Kürze
Verteidigungsminister Pistorius äußert "ausdrücklich" Bedenken gegen Investor Peter Thiel.
Es geht um möglichen Einfluss auf den Hersteller und heikle Fragen zur Preisgestaltung.
Nächste Woche soll der Verteidigungsausschuss Klarheit schaffen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat vor einer Entscheidung über den Kauf von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr "ausdrücklich" Bedenken gegen den US-Investoren Peter Thiel geäußert. Es müsse überprüft werden, welchen Einfluss Thiel auf den Drohnenhersteller Stark Defence habe, machte der SPD-Politiker bei einem Besuch in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw deutlich. Dort besuchte er das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr.
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Entscheidend ist das Ausmaß des Einflusses
"Also wenn er Einfluss auf das operative Geschäft hat, Sperrminoritäten hat, in welcher Form auch immer, dann reden wir über eine andere Qualität, als wenn er im beispielsweise einstelligen Prozentbereich quasi Teilhaber ist, aber keinen Einfluss auf das operative Geschäft hat", erklärte Pistorius. Thiel hält Anteile im einstelligen Prozentbereich an Stark Defence.
Der Minister kündigte an, dem Verteidigungsausschuss würden bei einer Sitzung in der kommenden Woche Fragen zur Preisgestaltung der Anbieter beantwortet. Es gehe um neue Modelle von Verträgen. "Von daher haben wir auch wieder Flexibilität. Das wird sich aber alles aufklären lassen. Da bin ich überzeugt, nächste Woche im Ausschuss", sagte Pistorius.
Aus dem Verteidigungsausschuss gibt es Bedenken gegen einen Einfluss Thiels. Der Investor ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seine Kritik an liberalen Demokratien. Diese politische Haltung macht ihn zu einer umstrittenen Figur bei einem so sensiblen Rüstungsprojekt.
Auch in den News:
Bundeswehr testet Kamikazedrohnen mehrerer Hersteller
Die Bundeswehr testet derzeit Kamikazedrohnen – fachlich als "Loitering Munition" bezeichnet – der Hersteller Stark Defence und Helsing. Als "Loitering Munition" werden Drohnen mit einem Sprengkopf bezeichnet, die längere Zeit über einem Zielgebiet kreisen können, bis ihnen per Datenlink ein Ziel zugewiesen und das Angriffskommando gegeben wird.
Die Kamikazedrohnen sollen die Bundeswehr in die Lage versetzen, auf dem Gefechtsfeld ein neues Kapitel aufzuschlagen. Deutschland hängt beim Thema Drohnen als Waffe um Jahre hinter der Entwicklung anderer Staaten her. Für Verzögerungen sorgten politische Bedenken, vor allem von SPD und Grünen in früheren Jahren.
Die Rüstungsunternehmen TDW und Stark Defence haben bereits erfolgreich Gefechtsköpfe für die Kamikazedrohne Virtus getestet. Damit sei die Grundlage geschaffen, um bis 2027 tausende Systeme mit integriertem Gefechtskopf- und Zündsystem bereitzustellen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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