Muslime
Ramadan 2026: Wann geht es los und warum wird gefastet?
Veröffentlicht:
von Joachim VonderthannDer Ramadan bedeutet auch für Muslime in Deutschland tagsüber: fasten und verzichten.
Bild: Lando Hass/dpa
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Für rund zwei Milliarden Muslime auf der ganzen Welt beginnt wieder der Ramadan. Was hat es mit dem Fastenmonat auf sich und worauf muss verzichtet werden?
Das Wichtigste in Kürze
Der Fastenmonat Ramadan steht für gläubige Muslime wieder vor der Tür.
Verzichtet werden muss tagsüber auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex.
Warum besonders Kinder das Ende des Fastenmonats am 20. März herbeisehen.
Warum feiert man Ramadan?
Der Fastenmonat Ramadan ist eine der fünf Glaubenssäulen des Islam und gilt als göttliches Gebot. In dieser Zeit sollen sich Muslime intensiv mit ihrem Glauben auseinandersetzen. Das Fasten, das im Christentum mit dem Aschermittwoch beginnt, soll unter anderem zu Dankbarkeit und mehr Empathie mit Bedürftigen beitragen. Es sollen Solidarität und Barmherzigkeit mit Menschen entstehen, die nicht freiwillig auf etwas verzichten. Die Almosengabe ist eine weitere der fünf Säulen des Islam und während des Ramadan besonders bedeutsam.
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Wann feiert man Ramadan?
Ramadan ist im neunten Monat im islamischen Mondkalender und verschiebt sich pro Jahr um elf Tage. Das bedeutet, es gibt den Fastenmonat in allen Jahreszeiten. In diesem Jahr geht es frühestens am 19. Februar los. Denn der erste Tag des Ramadans ist, wenn man nach dem Neumond die dünne Mondsichel wieder am Himmel sehen kann. Das ist von Land zu Land unterschiedlich. Deshalb beginnt Ramadan nicht unbedingt für alle Muslime weltweit am selben Tag.
Warum müssen Muslime im Ramadan fasten?
In der zweiten Sure des Korans heißt es laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" (FAZ) in seiner ungefähren Bedeutung: "Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren." Ein paar Verse später wird demnach dann der Ramadan ausdrücklich als Fastenmonat bezeichnet.
Wie leben Muslime während des Ramadans?
Ein wichtiger Teil ist das Fasten. Solange es hell ist, darf nicht gegessen oder getrunken werden. Aber auch Rauchen und Sex sind tabu. Das Fastengebot ist für alle Muslime bindend, die die Pubertät erreicht haben. Ans Fasten und Verzichten müssen sich jedoch Kranke, schwangere, stillende und menstruierende Frauen sowie Reisende nicht halten. Geht die Sonne unter, ist es Zeit für das Fastenbrechen. Dafür gehen die Gläubigen zum Beispiel in die Moschee oder treffen sich mit der Familie.
Wie lange pro Tag muss gefastet werden?
Die dauer hängt vom Wohnort ab, wie die FAZ weiter berichtet. In Deutschland wird diesmal zwischen 12 und 15 Stunden gefastet. Muslime, die näher am Äquator leben, müssen weniger lang fasten. Der Grund: Die Zeit zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang ist dort kürzer. In den Polarregionen dauert der tägliche Verzicht hingegen am längsten.
Wie und wann endet der Fastenmonat?
Nach einem Monat, am 20. März, ist es geschafft. Die Fastenzeit endet mit einem großen Fest. Oft ist vom Zuckerfest die Rede oder von Eid al-Fitr. Muslime feiern, dass sie die Mühen des Ramadans geschafft haben. Sie bitten Gott, ihre Anstrengung anzuerkennen und ihnen ihre Fehler zu verzeihen. Treffen mit Freunden und der Familie gehören zu dem Fest dazu. Kinder freuen sich besonders: Denn sie bekommen oft richtig viele Süßigkeiten und Geschenke.
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Verwendete Quellen:
Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Warum Muslime im Ramadan fasten"
Nachrichtenagentur dpa
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