Bericht
Donald Trump lässt Nationalgarde in Washington bewaffnen
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von dpaAn Trumps Entscheidung, die Nationalgarde in Washington einzusetzen, gibt es reichlich Kritik. (Archivbild)
Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa
Trump lässt die Nationalgarde in Washington mit Schusswaffen ausrüsten. Sein Vorgehen sorgt für heftige Kritik und neue Proteste.
Das Wichtigste in Kürze
Laut NBC News sollen die von Trump eingesetzten Nationalgardisten ab Sonntagabend bewaffnet sein und dürfen Waffen zur Selbstverteidigung einsetzen.
Der Präsident hatte zuvor die Nationalgarde aktiviert, die Polizei unter Bundeskontrolle gestellt und von einem "Rattenloch" gesprochen.
Chicago könnte als nächstes betroffen sein.
Die von US-Präsident Donald Trump in Washington eingesetzten Nationalgardisten werden einem Medienbericht zufolge bewaffnet. Ab Sonntagabend (24. August, Ortszeit) sollten Soldaten Schusswaffen tragen, wie der TV-Sender NBC News unter Berufung auf einen mit der Planung vertrauten Vertreter des Verteidigungsministeriums berichtete. Sie seien berechtigt, die Waffen zur Selbstverteidigung einzusetzen. Eine dpa-Anfrage bei der Nationalgarde blieb zunächst unbeantwortet.
Zuletzt hatte Trump die Nationalgarde aktiviert, um die angeblich außer Kontrolle geratene Kriminalität in der US-Hauptstadt, die von einer demokratischen Bürgermeisterin regiert wird, einzudämmen. Trump hatte von einem "Rattenloch" gesprochen. Zudem stellte er die örtliche Polizei unter Bundeskontrolle.
Sein Vorgehen ist heftig umstritten - es gab bereits Proteste. Belege für einen Anstieg der Kriminalität geben die Statistiken der Polizei nicht her. Kritiker sprechen von einer Show, die Trump veranstalte. Die Soldaten sind unter anderem an Orten zu sehen, an denen viele Touristen unterwegs sind, die aber kein besonderer Hotspot für Gewalt und Kriminalität sind.
Wird Chicago die nächste Stadt?
Chicago gilt als potenziell nächste Stadt, in der die Trump-Regierung ähnliche Maßnahmen veranlassen könnte. Der dortige demokratische Bürgermeister lehnt das ab.
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