Von wegen Rente
Barack Obama wird 65 Jahre alt: Was macht der Ex-US-Präsident heute?
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Nach Affen-Video: Obama bricht Schweigen (15. Februar)
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Der große Charismatiker der US-Politik wird 65. Barack Obama musste Donald Trump weichen. Was hat die einstige Lichtgestalt der US-Demokraten seitdem gemacht – und womit verdient er sich etwas dazu?
Das Wichtigste in Kürze
Ex-Präsident Barack Obama feiert am Dienstag (4. August) seinen 65. Geburtstag.
Nach seiner Amtszeit arbeitet der US-Demokrat als Redner, Autor, Podcaster und Produzent.
In der demokratischen Partei hat sein Wort noch immer Gewicht – und tausende Follower:innen schwören auf seinen Buch- und Musikgeschmack.
Seine Präsidentschaft war unter anderem geprägt von charismatischen Reden, "Obamacare" und dem Tod von US-Erzfeind Osama bin Laden, aber auch völkerrechtswidrig umstrittene Drohnen-Angriffe in Pakistan und das Abhören von Angela Merkels Handy fallen in seine Amtszeit: Bis 2017 regierte Barack Obama, der am Dienstag (4. August) seinen 65. Geburtstag feiert, die USA. Abgelöst wurde er von Donald Trump, der aus seiner Verachtung für den Demokraten nie einen Hehl gemacht hat – und sogar auf Truth Social ein Video teilte, das Obama rassistisch beleidigte.
Auch nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus blieb Obama stets präsent, meist sah man ihn im Gespann mit seiner Ehefrau Michelle in der Öffentlichkeit. Doch was treibt der in Hawaii geborene, 44. Präsident der Vereinigten Staaten eigentlich heute? Und wie verdient der einstige Hoffnungsträger der US-Demokraten heute sein Geld?
Auch in den News:
Sein Wort hat Wert – auch monetär
Ein ordentliches Salär bezieht Barack Obama vor allem als Vortragsredner – und vor Menschen sprechen und sie mitreißen zählte schließlich stets zu seinen Kernkompetenzen. Einem Bericht der Deutschen Welle (DW) von 2024 zufolge kassiert der US-Demokrat, abhängig von Thematik und Publikum, zwischen 200.000 und einer halben Million US-Dollar pro Auftritt. Auch in Europa stellt sich Obama immer wieder ans Rednerpult.
In Berlin sprach er im Frühjahr 2023 vor etwa 17.000 Zuhörer:innen. Wer Obama lauschen wollte, zahlte laut DW zwischen 60 und 600 Euro. Wer zusätzlich ein gemeinsames Foto mit Obama wollte, musste 2.500 Euro auf den Tisch legen.
Bestseller-Autor, preisgekrönt in Baden-Baden
Nicht nur Obamas gesprochenes Wort ist gefragt, auch seine Bücher erfreuen sich rund um den Globus großer Beliebtheit. So avancierten etwa "Ein amerikanischer Traum" und "Hoffnung wagen" zu Bestsellern. Dies gilt auch für sein letztes eigenes Werk "Ein verheißenes Land", welches 2020 erschien. Voraussichtlich wird es nicht das letzte Werk aus Obamas Feder sein. Im Jahr 2016 bekam Obama zudem den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden verliehen. Die Laudatio hielt der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck.
Spotify und Netflix: Kooperation mit Streaming-Riesen
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Michelle gründete Barack Obama die Produktionsfirma "Higher Ground Productions". Mit Netflix kam das Ehepaar schnell ins Geschäft. Seit 2018 arbeiten die Obamas mit dem Streaming-Riesen zusammen. Die gemeinsame Produktion "Higher Ground Productions" wurde 2020 sogar mit einem Oscar als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Auch das Podcast-Business haben die Obamas längst erobert. Im Jahr 2020 ging in Kooperation mit dem Musik-Streamer Spotify der "Michelle Obama Podcast" an den Start, ein Jahr später setzte sich der Ex-Präsident selbst ans Mikrofon. Gemeinsam mit Rock-Ikone Bruce Springsteen schuf Obama den achtteiligen Podcast "Renegades: Born in the USA". Medienberichten zufolge handelte es sich um einen Millionendeal. Später erschien hierzu auch ein weiteres Buch.
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Obamas Buch- und Musikgeschmack interessiert
Weiterhin begeistern sich seine Follower:innen zudem dafür, was der ehemalige Präsident selbst gerne liest und hört. Seine kuratierten Listen, seien es Buchtipps oder selbst erstellte Playlists für den Sommer, bekommen auch weiterhin hunderttausende Likes auf Instagram.
Mit der Obama Foundation "Führungskräfte" formen
Die Obamas setzen zudem weiter die gemeinnützige Arbeit der Obama Foundation fort. Ziel der Non-Profit-Organisation (NGO) ist es laut eigener Aussage, "Menschen zu inspirieren, zu stärken und miteinander zu vernetzen, damit sie ihre Welt verändern können". Angesprochen werden soll die nächste Generation an Führungskräften. So soll eine demokratische Kultur geschaffen werden, "in der die Menschen befähigt und motiviert sind, in den Gemeinschaften, in denen sie leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen, Veränderungen herbeizuführen". "Change" war nicht umsonst einer von Obamas erfolgreichsten Slogans.
Obamas Werdegang – nun als Ausstellung erlebbar
Erst Mitte Juni hatte Obama sein Präsidentencenter in seiner Heimatstadt Chicago eröffnet. Die Ausstellung zeichnet seinen persönlichen wie beruflichen Werdegang nach und dokumentiert unter anderem die Zeit, als er als junger Rechtsanwalt sozial benachteiligten Menschen in Chicago half. Eine weitere wichtige Station: sein Einzug in den Kongress in Washington. Aber auch die Ehe mit Michelle sowie das Großziehen der gemeinsamen Töchter Malia und Sasha werden thematisiert.
Komplett zurückgezogen aus der Politik hat sich Barack Obama ohnehin nicht. Sein Wort zählt in der demokratischen Partei nach wie vor viel. Laut dem US-Portal "Axios" bleibt das Geburtstagskind der populärste und einflussreichste Demokrat in den USA – und eine prägende Figur im Rennen um die Präsidentschaftswahl der Demokraten.
Verwendete Quellen:
Instagram: "Barack Obama"
Axios: "Obama's influence shadows Democrats' race to 2028"
Amazon Bücher: "Barack Obama"
Nachrichtenagentur dpa
Gala: "Starporträt Barack Obama"
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