Kreml wird deutlich

Attentat in Russland: Generalleutnant in Moskau schwer verletzt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

Ein Unbekannter hat laut russischen Angaben mehrfach auf Alexejew geschossen.

Bild: -/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums/AP/dpa


Schüsse mitten in Moskau: Ein ranghoher GRU-General wird bei einem Angriff schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Kreml hat einen ersten Verdacht.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Moskau ist ein russischer Generalleutnant bei einem Schussangriff schwer verletzt worden.

  • Die Ermittler gehen von einem gezielten Mordversuch aus, der Täter ist auf der Flucht.

  • Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Attentaten auf hochrangige Militärs ein.

In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf einen hochrangigen russischen Militär verübt. Generalleutnant Wladimir Alexejew, erster stellvertretender Chef des Militärgeheimdienstes GRU, sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit.

Der Vorfall ereignete sich in einem Wohnhaus im Nordosten der russischen Hauptstadt. Ein Unbekannter habe mehrfach auf den General geschossen und sei anschließend geflohen. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.

Der Vorfall ereignete sich demnach in einem Wohnhaus in der russischen Hauptstadt. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.

Russland macht Ukraine verantwortlich

Moskau wirft der Ukraine bereits eine Beteiligung am Attentat auf Alexejew vor. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte: "Dieser Terrorakt hat erneut die Ausrichtung des Selenskyj-Regimes auf ständige Provokationen bestätigt, die wiederum darauf zielen, den Verhandlungsprozess zu untergraben".

Besonders brisant ist der Zeitpunkt des Anschlags: Er ereignete sich nur einen Tag nach einer neuen Gesprächsrunde über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort leitete Alexejews unmittelbarer Vorgesetzter, Igor Kostjukow, für die russische Seite die Verhandlungen.

Auch in den News:

Serie von Angriffen auf hochrangige Militärs

Es ist nicht das erste Mal, dass hochrangige russische Militärs zur Zielscheibe von Attentaten werden. Im April 2025 kam Generalleutnant Jaroslaw Moskalik durch die Explosion einer Autobombe ums Leben.

Im Dezember 2024 wurde der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen, Igor Kirillow, ebenfalls durch einen Bombenanschlag getötet. Der ukrainische Geheimdienst bekannte sich zu dieser Tat. Im Januar 2026 verurteilte ein Moskauer Gericht vier Männer im Zusammenhang mit dem Attentat auf Kirillow zu langen Haftstrafen.

Russland hat die Anschläge stets als Terrorismus verurteilt und als Zeichen dafür gewertet, dass Kiew nicht an einem Frieden interessiert sei. Die russische Führung werde nun darüber entscheiden, wie sich der Anschlag auf den Verhandlungsprozess auswirken wird, kündigte Außenminister Lawrow an.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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