Karneval in Cottbus
Helau im Osten: Größter Karnevalsumzug geht an den Start
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von dpa:newstime
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Videoclip • 01:33 Min • Ab 12
Für alle Jecken rückt der Start der fünften Jahreszeit näher. Der größte Karnevalsumzug Ostdeutschlands geht in diesem Jahr ungewöhnlich früh an den Start und dürfte erneut zehntausende Besucher anlocken.
Die Karnevalssaison in Brandenburg steht unmittelbar in den Startlöchern. Ungewöhnlich früh startet am kommenden Sonntag, 8. Februar, in Cottbus der größte Karnevalsumzug Ostdeutschlands. Normalerweise würde der Umzug am Sonntag nach Weiberfastnacht stattfinden, erklärte der Präsident des Karnevalverbands Berlin-Brandenburg, Fred Witschel. Aber an dem Sonntag finde der Jahrestag der Bombardierung der Stadt Cottbus durch die Alliierten statt. Deswegen habe man den Umzug nach vorn gezogen.
Zig Umzugswagen angemeldet
Im vergangenen Jahr hätten rund 100.000 Menschen die Bürgersteige beim Umzug in Cottbus gesäumt, schätzte Witschel. "Ich freue mich immer dann, wenn Wagen besondere Motive haben, die etwa die gegenwärtige Politik aufgreifen." Die ausgelassene Stimmung und die ausgelassenen Tänze seien schon etwas Besonders. "Das gesamte bunte Bild." Insgesamt 65 "Motive" hätten sich in diesem Jahr angemeldet, sagte Witschel. Dabei könne ein Umzugsmotiv aus mehreren Wagen bestehen. "Da präsentiert sich quasi jeder Verein."
Sicherheitsabsprachen mit der Stadt
Die Karnevalsvereine hätten bereits die Themen Ordnung und Sicherheit mit der Stadt abgesprochen, führte der Karnevalist aus. Die Sicherheit sei so gut es eben ginge gewährleistet.
Steht Cottbus Köln und Mainz nach?
Doch kann Cottbus mit den westdeutschen Karnevalshochburgen mithalten? "Es gibt natürlich unterschiedliche Bräuche und Traditionen", sagte Witschel. Der Karneval im Osten sei sehr durch Laienkünstler, den Saalkarneval und Büttenabende geprägt und weniger durch Straßenumzüge. Es sei eben anders aber nicht minder schön.
Cottbus steche mit seinem großen Umzug im Osten schon hervor, aber im gesamten Land Brandenburg gebe es auch andere Umzüge, betonte Witschel. Am Tulpensonntag finde etwa ein Umzug in Neuruppin statt. Die klassischen Rosenmontagsumzüge gebe es in Drebkau (Landkreis Spree-Neiße), in Friesack (Landkreis Havelland) bis Gartz bei Schwedt (Landkreis Uckermark).
Keine "karnevalsfaulen" Brandenburger
Die Brandenburger seien keineswegs "karnevalsfaul", sagte Witschel. Es gebe zahlreiche Vereine. Das Vorurteil: "Die saufen ja nur" könne er nicht nachvollziehen. "Das ist es eben nicht." Die Feierlichkeiten böten jede Menge Kultur. Kinder und Jugendliche präsentierten Garde- und Showtänze, die sie das ganze Jahr trainierten. "Es verbindet auch Generationen miteinander."
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