18. Februar
Aschermittwoch: Heute beginnt die Fastenzeit - was bedeutet das?
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Aschermittwoch - was steckt dahinter?
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Am Aschermittwoch ist die Faschingszeit vorbei. Aber nicht nur das: Es beginnt auch die Fastenzeit und damit die Vorbereitung der Christenheit auf Ostern. Alles Wichtige über den Aschermittwoch.
Das Wichtigste in Kürze
Mit dem Aschermittwoch ist die närrische Zeit vorbei.
Für Christ:innen beginnt im Februar die Fastenzeit mit festen Traditionen, Regeln und stillen Tagen.
Warum Asche, Fisch und Verzicht dabei eine besondere Rolle spielen.
Schluss mit lustig: So lässt sich Aschermittwoch auf den Punkt bringen. Zum einen endet am Aschermittwoch – nach Rosenmontag und Faschingsdienstag – die Karnevalssaison als sogenannte fünfte Jahreszeit, die jedes Jahr neu im November, exakt am 11.11. um 11:11 Uhr, beginnt.
Zum anderen beginnt am Aschermittwoch nach christlichem Verständnis die Fastenzeit und damit die Vorbereitung auf Ostern, das wichtigste Fest der Christenheit.
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Es handelt sich beim Aschermittwoch immer um den Mittwoch am 46. Tag vor dem Ostersonntag, wodurch das Datum variieren kann. Der frühestmögliche Termin ist der 4. Februar, der spätestmögliche der 10. März. Dieses Jahr ist es am 18. Februar erst einmal wieder vorbei mit Frohsinn, Tanz und Spaß. Alles Asche also am Aschermittwoch? Tatsächlich, zumindest bei den Katholiken.
Es darf gefastet werden
Zu Beginn der Fastenzeit, am Aschermittwoch, wird in den katholischen Kirchen den Menschen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn gezeichnet. Dazu wird einer dieser Sätze gesprochen: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst" oder "Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium". Die Tradition des Aschenkreuzes geht nach Angaben des Erzbistums München und Freising auf das elfte Jahrhundert zurück.
Der Aschermittwoch gehört in Bayern zu den stillen Tagen. "An stillen Tagen sind öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen verboten, die nicht dem ernsten Charakter dieser Tage entsprechen", heißt es beim Innenministerium. Ein gesetzlicher Feiertag ist Aschermittwoch jedoch auch in Bayern nicht, genauso wie im übrigen Deutschland, in Österreich und in der Schweiz, weshalb auch die Geschäfte geöffnet haben.
Aschermittwoch und Fischessen gehören zusammen
Insbesondere Karnevalist:innen treffen sich am Aschermittwoch in Deutschland traditionell zum Fischessen, so die "Augsburger Allgemeine". Grund dafür sei, dass Fisch früher günstig zu kaufen war und deswegen als typische Fastenspeise galt. Für Christ:innen sei selbst Alkohol am Aschermittwoch erlaubt – zumindest gebe die Kirche keine Regeln vor. Die Mönche sollen in vergangenen Zeiten sogar eigens ein "Feiertagsbier" gebraut haben.
Neben dem traditionellen Fasten mit dem Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder Fleisch widmen sich gläubige Christ:innen ab Aschermittwoch bis Ostern der Besinnung, etwa in Form von Exerzitien, einer Form der geistlichen Übung.
Impulse für die Besinnung via E-Mail
In Franken etwa bieten das katholische Erzbistum Bamberg und der evangelische Kirchenkreis Bayreuth schon seit etlichen Jahren in der Fastenzeit ökumenische Alltagsexerzitien an – inzwischen sogar online mit Teilnehmenden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.
Jeden Tag kommt ein Impuls ins E-Mail-Postfach, auf Wunsch stehen geistliche Begleiter:innen für den Austausch per Mail, Telefon oder Videoschalte zur Verfügung. Das Thema in diesem Jahr ist Wagemut.
Verwendete Quellen:
Augsburger Allgemeine: "Ist Aschermittwoch 2026 ein Feiertag? Warum isst man Fisch statt Fleisch? Alle Infos zu Datum und Bedeutung"
Nachrichtenagentur dpa
Ökumenische Alltagsexerzitien online
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