Russland in Bedrängnis
430 Drohnen auf Moskau: Ukraine greift Putins Hauptstadt massiv an
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
Neue ukrainische Super-Rakete bedroht Moskau
Videoclip • 01:24 Min • Ab 12
Die Ukraine hat Russland in der Nacht zum Dienstag mit dem bislang größten Drohnenangriff auf Moskau seit zwei Jahren attackiert – mehr als 430 unbemannte Flugobjekte steuerten allein auf die russische Hauptstadt zu.
Das Wichtigste in Kürze
Die Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag mehr als 430 Drohnen auf Moskau abgefeuert.
Es war der größte Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt seit zwei Jahren.
Die Attacke ist auch eine Reaktion auf massiven russischen Beschuss in der Nacht zuvor, bei dem mindestens 22 Ukrainer:innen starben.
Ukraine steuert 430 Drohnen auf Moskau
Die Ukraine hat Russland in der Nacht zum Dienstag mit einer beispiellosen Drohnenwelle angegriffen. Insgesamt 452 unbemannte Flugobjekte wurden laut dem russischen Verteidigungsministerium über 17 russischen Regionen abgefangen. Allein auf die Hauptstadt Moskau steuerten nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin mehr als 430 Drohnen zu – ein Rekordwert für die vergangenen zwei Jahre. Sobjanin schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, die meisten seien bereits weit vor Moskau abgeschossen worden, 36 Drohnen seien erst im direkten Anflug auf das Stadtgebiet zerstört worden.
Die Flughäfen der russischen Hauptstadt waren infolge des Angriffs stundenlang gesperrt. Schäden im Stadtgebiet meldete Sobjanin nicht. Unabhängig überprüfbar sind die russischen Angaben allerdings nicht.
Der Ukraine war es in den vergangenen Wochen immer häufiger gelungen, weit entfernte Ziele im russischen Hinterland anzugreifen. Oftmals werden dabei Anlagen der Energieinfrastruktur attackiert, wie etwa Ölraffinerien.
Auch andere Regionen Russlands unter Feuer
Deutlich sichtbarer waren die Folgen des jüngsten Angriffs in anderen Teilen Russlands. In der westrussischen Grenzstadt Belgorod ging laut Medienberichten eine Röhrenfabrik des Energiekonzerns Gazprom in Flammen auf. Der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuschajew, schrieb von einem Raketenangriff, nach dem ein Feuer in einem Infrastrukturobjekt ausgebrochen sei. Bei dem Angriff kam demnach ein Mensch ums Leben.
In der Region Kaluga, südwestlich von Moskau, meldete Gouverneur Wladislaw Schapscha ebenfalls einen Brand in einem Industrieobjekt nach Drohnentreffern. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um eine Ölanlage.
Moskau-Angriff kurz vor NATO-Gipfel
Der massive ukrainische Drohnenangriff erfolgte nur Stunden vor dem Beginn des NATO-Gipfels in Ankara. Bei dem Treffen der Militärallianz soll es unter anderem um die weitere Unterstützung für die Ukraine gehen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu dem Gipfel eingeladen und forderte zuletzt eine entschlossene Unterstützung seines Landes durch das Bündnis. NATO-Generalsekretär Mark Rutte pochte ebenfalls auf zusätzliche Mittel für die ukrainische Luftverteidigung. Selenskyj wird auf dem Gipfel auch mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen.
Der Drohnenangriff auf Moskau ist dabei auch eine direkte Antwort auf die russischen Attacken zuvor: In der Nacht zum Montag hatte Russland seinerseits die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv angegriffen – mit 68 Raketen und 351 Drohnen. Dabei wurden nach Angaben der ukrainischen Behörden mindestens 22 Menschen in der Region Kiew getötet, allein im Kiewer Stadtgebiet kamen 15 Menschen ums Leben, weitere 7 starben im Vorort Wyschnewe. Rund 60 Menschen wurden verletzt.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
n-tv: "Russland meldet Angriff auf Moskau mit 430 Drohnen"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Russische Marine
Satellitenbilder zeigen Rückkehr von Russlands Atomkreuzer

Brand verursacht
Nordhorn: Pedelec-Akku während des Ladens im Keller explodiert

Rechtsextremistin
Neonazi Liebich darf ausgeliefert werden

Massive Proteste in Erfurt
So blicken Aktivistinnen auf den AfD-Parteitag zurück

Deutliche Preisunterschiede
ADAC-Vergleich: So viel teurer ist das Tanken an der Autobahn

Senior betrogen und bestohlen
Liebesschwindlerin am Flughafen Frankfurt festgenommen




