Kiew schwer getroffen
Russischer Großangriff macht Nacht in der Ukraine zur Hölle – mehr als zwei Dutzend Tote
Veröffentlicht:
von Momir Takac:newstime
Massive Angriffe auf die Ukraine
Videoclip • 24 Sek • Ab 12
In der Nacht auf Donnerstag sind mehrere ukrainische Städte zum Ziel massiver russischer Angriffe geworden. In Kiew wurden Wohnhäuser komplett zerstört.
Das Wichtigste in Kürze
Russland hat in der Nacht auf den 2. Juli mehrere ukrainische Städte heftig beschossen.
Hunderte Flugkörper soll das russische Militär abgefeuert haben.
Viele Menschen starben – besonders hart traf es Kiew.
Russland hat in der Nacht zum 2. Juli die bislang schwerste Luftangriffswelle seit Monaten gegen die Ukraine geflogen. Hauptziel war erneut die Hauptstadt Kiew, die stundenlang unter Beschuss mit Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen stand.
Russischer Großangriff auf Ukraine fordert Tote und Verletzte
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland insgesamt 570 Flugkörper ein – darunter 496 Drohnen und 74 Raketen. Zwar konnten die ukrainischen Luftverteidiger den Großteil der Angriffe abwehren, dennoch schlugen zahlreiche Geschosse in der Hauptstadt und anderen Regionen ein.
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In Kiew wurden Wohnhäuser, Hotels und weitere zivile Gebäude schwer beschädigt oder zerstört. Mehrere Stadtteile waren betroffen, Rettungskräfte suchten stundenlang nach Verschütteten. Nach ukrainischen Behördenangaben kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, mehr als 80 weitere wurden verletzt. Die Opferzahl könnte weiter steigen, da die Bergungsarbeiten noch andauern. "The Kyiv Independent" meldete mindestens 20 Tote und völlig zerstörte Gebäude.
Ukraine wirft Russland gezielte Attacken auf Wohngebiete vor
Auch in anderen Teilen des Landes, darunter Charkiw, Saporischschja und Sumy, wurden Explosionen und Schäden gemeldet. Viele Menschen verbrachten die Nacht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern, nachdem die Behörden frühzeitig vor einem groß angelegten Angriff gewarnt hatten.
Moskau erklärte, Ziel der Angriffe seien militärische und energiebezogene Einrichtungen gewesen. Die russische Führung bezeichnete die Attacken als Reaktion auf ukrainische Drohnenangriffe gegen russische Infrastruktur, insbesondere Ölraffinerien. Die Ukraine weist diese Darstellung zurück und spricht von gezielten Angriffen auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur.
Selenskyj fordert mehr Luftabwehrsysteme
Präsident Wolodymyr Selenskyj erneuerte nach den Angriffen seinen Appell an die westlichen Partner, die Ukraine schneller mit zusätzlichen Flugabwehrsystemen und Munition zu versorgen. Expert:innen sehen die massiven Luftschläge als Teil einer Strategie Russlands, den Druck auf die Ukraine zu erhöhen und die Bevölkerung durch wiederholte Angriffe auf Städte zu zermürben. Die Ukraine kontert mit massiven Drohnenangriffen. Bei einer Attacke in der Region Moskau starb zuletzt auch ein Baby.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
kyivindependent.com: "'Serious destruction' — massive Russian missile, drone attack on Kyiv kills at least 20, injures nearly 90"
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