Moskau unter Druck
Ukraine-Drohnen treffen Russlands Energieader – Kreml räumt Engpässe ein
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von Emre Bölükbasi:newstime
Russland räumt Sprit-Engpass ein
Videoclip • 33 Sek • Ab 12
Moskau gibt offiziell zu, dass die monatelangen ukrainischen Angriffe auf Raffinerien und Ölanlagen die Kraftstoffversorgung im eigenen Land beeinträchtigen. Die Regierung richtet einen Krisenstab ein.
Das Wichtigste in Kürze
Russland räumt ein, dass ukrainische Drohnenangriffe auf die Ölindustrie zu Kraftstoffengpässen in südlichen Regionen führen.
Das Energieministerium hat einen Krisenstab gegründet, um die Versorgung zu stabilisieren.
Moskau hat erstmals ein Kerosinausfuhrverbot bis Ende November verhängt und schränkt die Benzinabgabe ein.
Das russische Energieministerium hat am Montag (8. Juni) eingeräumt, dass die anhaltenden ukrainischen Luftangriffe auf die Ölindustrie zu Problemen bei der Kraftstoffversorgung führten.
Unternehmen des Energie- und Kraftstoffsektors hätten "mit einer Zunahme von feindlichen Angriffen aus der Luft zu kämpfen, was zu vorübergehenden Schwierigkeiten mit der Kraftstoffversorgung in einer Reihe von südlichen Regionen führt", erklärte die Behörde über den Nachrichtendienst Telegram.
Um die Lage in den Griff zu bekommen, hat das Ministerium einen Krisenstab gebildet, der gemeinsam mit Unternehmen aus dem Energiesektor eine stabile Versorgung des Landes sicherstellen soll. Die Eingeständnisse aus Moskau sind bemerkenswert, da der Kreml Schwächen in der eigenen Infrastruktur normalerweise nur ungern öffentlich macht.
Benzinrationierung auf der Krim und Exportverbot für Kerosin
Die Auswirkungen der ukrainischen Angriffsstrategie zeigen sich konkret: Von Moskau eingesetzte Behörden auf der annektierten Halbinsel Krim sowie im besetzten Gebiet Luhansk hatten bereits zuvor die Benzinausgabe eingeschränkt. Zudem untersagte die russische Regierung erstmals die Ausfuhr von Kerosin – zunächst bis Ende November.
Vizeregierungschef Alexander Nowak hatte beim St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum am vergangenen Wochenende bereits durchblicken lassen, dass Russland derzeit weniger Öl fördere als geplant. Er begründete dies mit unplanmäßigen Reparaturen, ohne jedoch nähere Details zu nennen.
Auch in den News:
Kiews Strategie: Doppelschlag gegen Kriegskasse und Militärlogistik
Seit Monaten setzt das ukrainische Militär bei seinen Gegenangriffen gezielt auf Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie. Sogar während des wichtigen Wirtschaftsgipfels in St. Petersburg hat die Ukraine Drohnenangriffe auf Ziele in der Stadt durchgeführt.
Die Strategie verfolgt ein doppeltes Ziel: Zum einen soll der Treibstoffnachschub für die russische Armee gestört werden, zum anderen will Kiew die für Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem Energiegeschäft schmälern.
Der Krieg, den Kremlchef Wladimir Putin vor mehr als vier Jahren befohlen hat, dauert damit an – während die Ukraine mit ihren Angriffen auf strategische Infrastruktur zunehmend Druck auf die russische Kriegswirtschaft ausübt.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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