Vor Wirtschaftsforum
Sankt Petersburg von ukrainischen Drohnen attackiert – peinlich für Putin
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Russland überzieht Ukraine mit Großangriff (2. Juni)
Videoclip • 01:53 Min • Ab 12
Alarm in St. Petersburg – und das vor Putins prestigeträchtigem Wirtschaftsgipfel. Selenskyj lobt die Drohnenattacke der Ukraine, die dem Kreml-Chef peinlich sein dürfte.
Die Ukraine trägt den Krieg nach Russland – und hat nun ausgerechnet den Hafen der Stadt attackiert, in die Wladimir Putin zu seinem glanzvoll inszenierten Internationalen Wirtschaftsforum SPIEF lädt.
Die Drohnenangriffe auf St. Petersburg am Mittwochmorgen (3. Juni) wurden mittlerweile auch vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bestätigt. Die entstandenen Rauchschwaden nach dem Angriff auf ein Ölterminal sowie ein militärisches Ziel im St. Petersburger Bezirk Kronstadt – dem Ostsee-Stützpunkt der russischen Kriegsflotte – waren in weiten Teilen der russischen Millionenstadt zu sehen.
Der gemeinsamen Kooperation von Drohneneinheiten mehrerer Truppengattungen sowie Geheimdiensten sprach Selenskyj ein Lob aus. Als ein "gutes Resultat" der gemeinsamen Arbeit bewertete er die Einschläge um die russische Metropole.
Der ukrainische Präsident betonte, die Streitkräfte hätten Ziele getroffen, die fast 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze liegen. "Ein weiteres Ziel war ein Unternehmen in der Region Tambow, das an der Produktion russischer Rüstungsgüter beteiligt ist", so Selenskyj. Dabei handelte es sich Medienberichten zufolge um eine Fabrik, in der auch Raketentechnik hergestellt wird.
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Der St. Petersburger Gouverneur Alexander Beglow teilte mit, es gebe einige Verletzte. "Es sind einige Objekte beschädigt worden. Im Moment läuft die Beseitigung der Folgen." Details zu den Schäden nannte Beglow allerdings nicht. Jedoch seien die Einsatzkräfte dem Gouverneur zufolge in erhöhter Bereitschaft.
So hatte sich Putin den Eröffnungstag des Wirtschaftsforums sicher nicht vorgestellt. Auch westliche und deutsche Unternehmer:innen sowie Wirtschaftsvertreter:innen werden in St. Petersburg erwartet, darüber hinaus AfD-Politiker. Deren Teilnahme wurde bereits im Vorfeld scharf kritisiert, CDU-Politiker Marc Heinrichmann bezeichnete die Delegation sogar als "billiges Werkzeug Putins".
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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