Krieg

Russland meldet massive Drohnenangriffe der Ukraine

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

:newstime

Russland überzieht Ukraine mit Großangriff

Videoclip • 01:53 Min • Ab 12


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Während des Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben ukrainische Drohnenangriffe erneut mehrere Regionen Russlands getroffen. Die Behörden registrierten Brände, Evakuierungen und Angriffe auf militärische sowie wirtschaftlich wichtige Infrastruktur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gebiet Leningrad wurden nach Angaben der russischen Behörden zahlreiche Drohnen abgewehrt, zudem mussten Anwohner:innen nahe einer militärischen Anlage vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.

  • Berichte über Angriffe gab es auch aus der Region Krasnodar sowie vom Hafen Mariupol über Explosionen von Öllagern.

  • Kremlchef Wladimir Putin räumte wirtschaftliche Schäden durch die Angriffe ein, wies jedoch Befürchtungen über größere Risiken für Russlands Wirtschaft zurück.

Während des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg ist die Millionenmetropole erneut Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Nach Angaben von Gouverneur Alexander Beglow und den örtlichen Behörden wurde ein groß angelegter Angriff mit Drohnen registriert. Die russische Flugabwehr sei im Einsatz gewesen.

Bereits zum Auftakt des Wirtschaftsforums am Mittwoch (3. Juni) war eine nahegelegene Ölraffinerie angegriffen worden. Über Teilen der historischen Altstadt waren daraufhin Rauchwolken zu sehen.

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, vorsorglich in ihren Wohnungen zu bleiben. Zudem wurde vor möglichen Einschränkungen des mobilen Internets gewarnt. Der Zivilschutz verschickte entsprechende Warnmeldungen per SMS. Auch der Flughafen Pulkowo war zeitweise betroffen: Wegen der Drohnengefahr wurden Starts und Landungen am frühen Morgen vorübergehend ausgesetzt.

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Brände und Schäden in mehreren Teilen Russlands

Auch im Gebiet Leningrad rund um St. Petersburg wurden Drohnenangriffe gemeldet. Gouverneur Alexander Drosdenko erklärte, die Luftabwehr habe zahlreiche Drohnen abgefangen. Zudem seien Bewohner:innen in der Nähe einer militärischen Anlage vorsorglich evakuiert worden, nachdem dort infolge eines Angriffs ein Brand ausgebrochen war. Die Maßnahme sei vorübergehend und diene ausschließlich der Sicherheit der Bevölkerung. Auch vom Marinehafen Kronstadt wurden Angriffe gemeldet.

Weitere Berichte über Drohnenattacken kamen aus der südrussischen Region Krasnodar sowie aus anderen Landesteilen. Betroffen gewesen sein soll auch der Hafen von Mariupol in dem von Russland kontrollierten Gebiet Donezk. Medien berichteten von Bränden in Öllagern nach mehreren Explosionen. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Aufnahmen von großen Rauchwolken und Feuern, deren Echtheit zunächst nicht unabhängig überprüft werden konnte.

Die ukrainischen Angriffe auf russische Militärstandorte und die Energieinfrastruktur waren mehrfach Thema auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Kiew betrachtet die Attacken als Teil seiner Verteidigung gegen den seit Jahren andauernden russischen Angriffskrieg.

Russlands Präsident Wladimir Putin räumte ein, dass die Angriffe wirtschaftliche Schäden verursachten. Gleichzeitig betonte er, dass daraus keine grundlegende Gefahr für die russische Wirtschaft entstehe. Als Konsequenz forderte er einen weiteren Ausbau der Luftverteidigung. Einen Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für direkte Friedensgespräche wies Putin erneut zurück.


Verwendete Quellen;

Nachrichtenagentur dpa

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