Raumfahrt

Leck auf der ISS ausgebrochen – Astronauten flüchten in Raumkapsel

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

:newstime

ISS-Mission wird vorzeitig abgebrochen

Videoclip • 35 Sek • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Ein Luftleck im russischen Teil der ISS hat Alarm ausgelöst: Die Crew musste Schutz in den Raumkapseln suchen und sich auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten. Das ist bislang über den Vorfall bekannt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf der Internationalen Raumstation ISS hat sich ein bedenklicher Zwischenfall ereignet.

  • Im russischen Segment kam es zu einem Luftleck.

  • Die gesamte Besatzung musste sich in Raumkapseln retten.

Ein Luftleck im russischen Segment der Internationalen Raumstation ISS hat die Besatzung in Alarmbereitschaft versetzt. Astronaut:innen mussten sich vorübergehend in ihre angedockten Raumfahrzeuge zurückziehen, Raumanzüge anlegen und sich auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten. Die Lage spitzte sich nach Angaben der NASA zuletzt zu.

Nach Informationen der US-Raumfahrtbehörde liegt das Problem im Transfertunnel des russischen Swesda-Servicemoduls, dem sogenannten PrK. Dort seien seit längerem Risse und undichte Stellen bekannt, die von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos bislang so weit wie möglich eingedämmt worden seien. Während sich Teile der Crew in Sicherheit brachten, suchte ein russischer Kosmonaut nach der Ursache und versuchte, das Leck abzudichten.


- Anzeige -
- Anzeige -

Deutlicher Druckabfall registriert

Besonders brisant: Laut einem von Reuters zitierten hochrangigen NASA-Vertreter soll sich der Luftverlust deutlich verstärkt haben. Demnach stieg die Menge der entweichenden Luft innerhalb kurzer Zeit von einem auf zwei Pfund pro Tag. Wie groß die unmittelbare Gefahr für die Besatzung tatsächlich war, wurde zunächst nicht offiziell beziffert. Klar ist jedoch: Schon kleinere Druckverluste gelten auf der ISS als hochsensibel.

Mehr zum Thema:

Immer wieder Probleme im russischen Teil der ISS

Die Internationale Raumstation kreist in etwa 400 Kilometern Höhe um die Erde und zählt zu den komplexesten Bauwerken der Menschheit. Technische Störungen und kleinere Luftverluste gehören dort zwar zu den bekannten Risiken des Alltags, doch gerade im russischen Segment hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme gegeben. Entsprechend engmaschig werden solche Bereiche überwacht.

Für den Ernstfall ist die Crew trainiert. Zu den Standardverfahren bei Druckverlust gehört, dass sich die Besatzung in die angedockten Raumkapseln zurückzieht, um notfalls schnell zur Erde zurückkehren zu können. Der aktuelle Zwischenfall zeigt erneut, wie verletzlich selbst ein Hightech-Außenposten im All bleibt – und wie entscheidend jede Minute sein kann, wenn die Sicherheit der Crew auf dem Spiel steht.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

NASA

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken