Verdächtiger in Untersuchungshaft

Bremen: Mehr als 290.000 Euro für Tochter von getötetem Ehepaar

Veröffentlicht:

von Andrea Ege

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So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaares in Bremen ist eine Spendenaktion für die zweijährige Tochter angelaufen. Mehr als 290.000 Euro sind bislang zusammengekommen. Auch prominente Namen finden sich unter den Spendern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Großeltern haben das Mädchen in Bremen aufgenommen.

  • Das Spendengeld soll die spätere Ausbildung des Mädchens sichern.

  • Auch Werder-Profi Mitchell Weiser spendete für die Familie in Bremen.

Nach dem Tod eines Ehepaares in Bremen werden Spenden für die zweijährige Tochter gesammelt. Mehr als 290.000 Euro sind dabei bei dem Aufruf auf der Plattform „GoFundMe" bisher zusammengekommen. Unter den Spender:innen sind auch prominente Namen: So sollen der Bremer Satiriker Jan Böhmermann und Werder-Profi Mitchell Weiser jeweils 1.000 Euro beigesteuert haben.

Ziel des Spendenaufrufs

„Kein Geld der Welt kann diesen Verlust ungeschehen machen oder die Eltern ersetzen", schreiben die Initiator:innen des Spendenaufrufs online. „Aber gemeinsam können wir dafür sorgen, dass den Großeltern zumindest die finanziellen Sorgen genommen werden." Sie haben das verwaiste Mädchen bei sich aufgenommen. Damit entstehen auch für sie unerwartete Kosten, zum Beispiel für die Betreuung der Kleinen und für Kleidung. Dabei soll das Geld helfen.

"Sie sollen ihre gesamte Kraft für das Heilen und das gemeinsame Weitergehen mit ihrer Enkeltochter aufbringen können", heißt es auf der Plattform. Zudem bitten die Initiator:innen um Mithilfe, um ein finanzielles Polster für die spätere Ausbildung des Mädchens zu schaffen.

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So verlor das Kleinkind seine Eltern

Den Ermittlungen zufolge tötete ein Nachbar die Eltern des Mädchens am Freitagmittag mit einer selbstgebastelten Stichwaffe. Der 40 Jahre alte Vater wurde nicht weit von seinem Wohnort entfernt mit tödlichen Stich- und Schnittverletzungen auf dem Gehweg gefunden. Die 35-jährige Mutter lag tot im Keller des Gebäudes, in dem sowohl das Ehepaar als auch der mutmaßliche Täter wohnten. Das Mädchen hielt sich zum Tatzeitpunkt in der Wohnung der Eltern auf und blieb unverletzt.

Zwei Tage nach der Tat nahm die Polizei den Verdächtigen in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede fest. Der 22-Jährige soll sich selbst lebensgefährlich verletzt haben. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft ist sein Zustand inzwischen stabil. Er wird voraussichtlich noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, bevor er in Untersuchungshaft kommt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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