Feuer-Katastrophe
Ludwigslust: 82 Patienten aus brennendem Krankenhaus geflüchtet - zwei Tote
Aktualisiert:
von Joachim VonderthannIn einem Krankenhaus in Ludwigslust ist ein Feuer ausgebrochen.
Bild: Ralf Drefin/SWM DV Studio/dpa
Frühmorgens fängt der Dachstuhl eines Krankenhauses in Ludwigslust Feuer. Mehr als 30 Menschen werden verletzt, zwei sterben. Was ist bereits bekannt?
Beim Brand des Dachstuhls eines Krankenhauses in Ludwigslust nahe Schwerin sind zwei Menschen gestorben. Eine "Wir haben zwei Tote", sagte eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Opfern handelt es sich um Patienten. Nach Angaben der Polizei sind zudem mehr als 30 Menschen verletzt worden. Unter ihnen seien aber keine Schwerverletzten, sagte die Landkreis-Sprecherin.
Auch in den News:
Feuer brach in Krankenhaus brach in Patientenzimmer aus
Ersten Erkenntnissen zufolge war es in einem Patientenzimmer zu dem Feuer gekommen. Ob die beiden Toten gemeinsam in dem Zimmer lagen, war zunächst unklar.
Der Dachstuhl des Krankenhauses hatte den Angaben zufolge gegen 4.30 Uhr Feuer gefangen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach Angaben von BILD.de 82 Patienten im Gebäude. Die Lage vor Ort war laut der Feuerwehr "dynamisch", hieß es am Morgen. Patienten und Krankenhaus-Beschäftigte wurden aus dem Gebäude evakuiert. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Morgen.
Großeinsatz der Feuerwehr
Am Morgen schlugen Flammen und Rauch aus dem Dach des fünfgeschossigen Hauses. Vor dem Haus der Wiese saßen Menschen, die in Rettungsdecken gewickelt waren. Klinik-Beschäftigte schoben Patienten aus dem Haus über das Krankenhausgelände. Einige Patienten konnten langsam selbst laufen, andere warteten in Rollstühlen und auf Bänken vor der Klinik auf das Ende des Einsatzes. Viele hatten Handtücher um ihre Schultern gelegt. Insgesamt waren bei dem Brand acht Freiwillige Feuerwehren mit rund 90 Mitarbeitenden im Einsatz. Sie wurden von rund 20 Sanitäter:innen ergänzt.
82 Patienten betroffen
Der Internetseite des Krankenhauses zufolge hat das Krankenhaus 160 Betten. Es ist das einzige Krankenhaus in der Stadt, und es stellt als Akutklinik unter anderem die Grund- und Regelversorgung in der Region sicher. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich nach Angaben von BILD.de 82 Patienten in dem Gebäude.
Innenminister zeigt sich betroffen
Während die letzten Einsätze der Feuerwehr noch laufen, arbeiten die zuständigen Behörden daran, den Hergang des Brandes weiter aufzuklären. Inzwischen äußerte sich auch Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel zu dem Vorfall: "Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen sowie allen Verletzten. Die Feuerwehr, der Rettungsdienst, die Polizei und die Beschäftigten des Krankenhauses leisten derzeit Außergewöhnliches. Sie arbeiten mit höchster Professionalität und großem persönlichen Einsatz daran, Menschen zu versorgen, die Lage zu bewältigen und den Betroffenen beizustehen. Dafür gilt ihnen mein aufrichtiger Dank und mein größter Respekt.“
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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