Polarfront über Deutschland

Winter-Comeback: Wetter wird wieder ungemütlich

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

So wird das Wetter an Ostern

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


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Nach frühsommerlichen 20 Grad droht Deutschland ab Mittwoch ein markanter Kälteeinbruch mit Schnee, Graupel und Nachtfrost. Warme Jacken und Winterreifen sollten noch nicht verräumt werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland folgt auf einen milden Frühlingstag mit bis zu 20 Grad ab Mittwoch ein deutlicher Temperatursturz.

  • Wetterexpert:innen warnen vor Nachtfrost, Graupelgewittern, Schnee und einem stürmischen West- bis Nordwestwind.

  • Autofahrer:innen sollten Winterreifen montiert lassen und auf Frost und glatte Straßen achten.

Heute noch einmal den Frühling genießen

Am heutigen Dienstag (24. März) zeigt sich in vielen Teilen Deutschlands noch einmal der Frühling - und der sollte genossen werden, denn der Winter kehrt zurück. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) werden heute Höchsttemperaturen von bis zu 20 Grad im Raum Köln erwartet. Rund um Frankfurt am Main sollen es bis zu 18 Grad werden. In Hamburg, Berlin, Dresden und Stuttgart sagt die Prognose immerhin noch milde 17 Grad voraus. Selbst am Bodensee bei Konstanz steigen die Werte auf etwa 14 Grad. Nur der Brocken im Harz bleibt mit kühlen 6 Grad deutlich zurück. Es bleibt überwiegend trocken, im Süden zeigt sich häufig die Sonne, weiter nördlich können die Wolkenfelder dichter sein.

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"Der Winter feiert sein Comeback"

Doch das frühsommerliche Wetter endet abrupt:. Schon ab Mittwoch stellt sich die Lage grundlegend um. Wetterexperte Dominik Jung betont in der "Bild" : "Der Winter feiert sein Comeback." Kalte Luftmassen aus nördlichen Breiten strömen nach Mitteleuropa und treffen auf feuchte Luft. Nach seiner Einschätzung kann das ab Mittwoch sogar für Schneefall bis in tiefere Lagen sorgen. Nachtfröste von bis zu minus 10 Grad seien möglich: "Ein Schock nach den warmen Tagen!"

Am Mittwoch rauscht nach Angaben von Jung eine Polarfront quer über Deutschland hinweg. "Innerhalb von wenigen Tagen geht es dann von den frühsommerlichen Temperaturen von bis zu 20 Grad wieder auf 5 bis 10 Grad am Tag zurück", sagt er. Besonders die Natur könnte darunter leiden: Blüten an Bäumen und Sträuchern laufen Gefahr zu erfrieren, wenn die angekündigten Frostnächte eintreten.

"Geschlossene Schneedecke" im Süden

Auch der Deutsche Wetterdienst, der kürzlich schon ein Heuschnupfen-Update herausgegeben hat, dämpft die Hoffnungen auf anhaltendes Frühlingswetter. Für Mittwoch sagt der DWD "wechselnd bis stark bewölkt und im Osten und Südosten vorankommender Regen, samt einzelner eingelagerter Gewitter" voraus. Im weiteren Verlauf müsse man "von Westen rasch mit einem Übergang in teils kräftige Schauer und örtliche Graupelgewitter" rechnen. Die Kombination aus Regen, Wind und fallenden Temperaturen dürfte vielerorts für ungemütliche Verhältnisse sorgen.

Am Donnerstag verschärft sich die Lage vor allem im Süden und in höheren Lagen. Laut DWD-Meteorologe Marcel Schmid fällt an den Alpen länger anhaltend Schnee, sodass sich dort noch einmal "eine geschlossene Schneedecke ausbildet". Wetterexperte Karsten Brandt mahnte in der "Bild" Autofahrer:innen für die kommenden Tage zur Vorsicht. Sein Rat mit Blick auf Glätte und Schnee: "Unbedingt die Winterreifen noch drauflassen."

Die Temperaturen erreichen dann vielerorts nur noch Höchstwerte zwischen 2 und 8 Grad. Der "teils ruppige Nordwestwind" tue "sein Übriges, um einen ungemütlichen Wettereindruck entstehen zu lassen", so Schmid. "Frühlingsgefühle bauen sich da kaum auf."

Nach aktuellem Stand müssen sich die Menschen in Deutschland also erneut auf Winterjacke, Mütze und Handschuhe einstellen – zumindest für einige Tage, bevor sich der Frühling möglicherweise wieder durchsetzt.


Verwendete Quellen:

Bild: "Polarfront rauscht auf Deutschland zu"

Nachrichtenagentur dpa

Deutscher Wetterdienst

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