Drei Opfer

Tragisches Unglück in Runkel: Trauergottesdienst nach tödlichem Arbeitsunfall in Gerberei

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

:newstime

Hessen: Tödlicher Unfall in Lederfabrik

Videoclip • 24 Sek • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

In einer Fabrik in Mittelhessen sterben mehrere Menschen, weitere werden lebensgefährlich verletzt. Die Bürgermeisterin zeigt sich entsetzt, die Kriminalpolizei ermittelt.

Bei einem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik und Pelzgerberei im hessischen Runkel sind drei Arbeiter im Alter von 38, 58 und 59 Jahren ums Leben gekommen. Zwei weitere Männer seien schwer verletzt und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Die Verletzten schwebten zunächst offiziellen Angaben zufolge in Lebensgefahr, Freitagmorgen (17. April) sprach eine Beamtin von kritischem Zustand.

Rund 150 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren zeitweise im Einsatz. Das Polizeipräsidium Westhessen erklärte, die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen. In deren Zentrum stünden die Klärung der Todesursache inklusive die Untersuchung von Chemikalien in einer Grube.

Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidvergiftung gekommen sei, die zum Tod der Arbeiter geführt habe. Nach ersten Erkenntnissen waren sie nacheinander in die Grube gestiegen und dort verunglückt.

Bürgermeisterin zeigt sich entsetzt

"Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen sowie allen Einsatzkräften und Betroffenen dieses Ereignisses", schrieb Runkels Bürgermeisterin Antje Hachmann auf Facebook. Am Freitagabend von 18 bis 20 Uhr werde es einen ökonomischen Trauergottesdienst für die Unfallopfer geben. "Als Zeichen des Gedenkens und der Verbundenheit" sollen demnach ab 19 Uhr die Kirchenglocken in Runkel sowie im Stadtteil Schadeck geläutet werden. Die Stadt-Fahnen sollen auf Halbmast geflaggt werden.

- Anzeige -
- Anzeige -

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.

Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

Betrieb arbeitet mit verschiedenen Chemikalien

Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, hatte der Pressesprecher der Gefahrenabwehr des Landkreises Limburg-Weilburg der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitgeteilt. Es seien keine giftigen Stoffe aus der Grube ausgetreten. Die Toten und Verletzten seien am späten Donnerstagnachmittag (16. April) aus einer Auffangklärgrube der Gerberei geborgen worden. Sie waren von einem Mitarbeiter der Firma aufgefunden worden. Mit welchen Chemikalien sie genau in Berührung gekommen seien, müsse noch ermittelt werden.

Da in dem betroffenen Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet werde, würden die Einsatzkräfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt. Davon sind nach derzeitigem Stand etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte betroffen.

Auch in den News:


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken