Sperrkreis eingerichtet
Bombe in Oranienburg wird gesprengt – 900 Menschen müssen Wohnungen verlassen
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von Momir Takac:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Nach dem Bombenfund in Oranienburg soll der Blindgänger heute gesprengt werden. Im Rahmen der Vorbereitungen sollen Hunderte Menschen ihre Häuser verlassen.
In Oranienburg im Brandenburger Landkreis Oberhavel wird am Donnerstag (11. Juni) eine Bombe gesprengt. Die Polizei richtete dafür am Stadtrand einen Sperrkreis von 800 Metern ein. Der Blindgänger war Anfang der Woche entdeckt worden. Ursprünglich war angedacht, die Bombe zu entschärfen. Dies ist jedoch nicht möglich.
Bombe in Oranienburg wird gesprengt – Hunderte müssen Sperrgebiet verlassen
Ab 8.00 Uhr gelte die Sperrzone, sagte ein Sprecher der Stadt der Nachrichtenagentur dpa. Danach darf sich niemand mehr in der verbotenen Zone aufhalten. Dennoch trafen die Einsatzkräfte immer wieder Personen im Sperrkreis an, sagte Stadt-Pressesprecherin Eike-Kristin Fehlauer der "Märkischen Allgemeinen".
Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem eine Flüchtlingsunterkunft, ein TÜV-Gelände, einige Gewerbebetriebe sowie eine Oberschule, deren rund 300 Schüler:innen am Donnerstag frei haben. Zudem sind etwa 860 Anwohner:innen gebeten, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.
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Blindgänger könnte auch gesprengt werden
Ursprüngliches Ziel war es, die Bombe zu entschärfen. Dies war allerdings nicht möglich, da sie einen chemischen Langzeitzünder hat, sagte eine Sprecherin der Stadt dem rbb. Erst wenn die Sperrzone abgesucht wurde und frei von Personen ist, kann die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes beginnen. Während der Arbeiten ist auch der Luftraum gesperrt.
Die 250 Kilogramm schwere Bombe amerikanischer Bauart wurde bei einer regulären Absuche des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in einem Waldstück gefunden. Der Blindgänger liegt an der Oberfläche am Mühlenbecker Weg hinter dem Ortsausgang Lehnitz und muss nicht aufwendig freigelegt werden.
Um Oranienburg gibt es immer wieder Bombenfunde
Bundesweit gibt es kaum eine Region, die derartig durch Bomben mit chemischen Langzeitzündern belastet ist wie Oranienburg. Im Zweiten Weltkrieg war unter anderem wegen besonderer Bodenverhältnisse ein Großteil der Bomben nicht explodiert, sodass eine hohe Zahl an Blindgängern im Boden vermutet wird. Zuletzt wurden auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen Bomben entdeckt. In Köln musste wegen eines besonders großen Blindgängers aufwändig evakuiert werden. In Erbenheim wurde zur Entschärfung ein Abschnitt der A66 gesperrt.
Verwendete Quellen:
Märkische Allgemeine
Nachrichtenagentur dpa
rbb
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