Pilotversuch wird ausgeweitet

Blitzer in Bussen: Frankfurt macht ungewöhnlich Jagd auf Falschparker

Veröffentlicht:

von Momir Takac

In Frankfurt knipsen Busse Falschparker.

Bild: Helmut Fricke/dpa


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In Frankfurt läuft ein bemerkenswertes Pilotprojekt: Blockieren Autofahrer:innen die Busspur, kann es passieren, dass ihnen ein Knöllchen ins Haus flattert.

In Frankfurt erfassen spezielle Frontkameras in Linienbussen Falschparker, die Busspuren oder Haltestellen blockieren. Seit Februar sind in der hessischen Finanzmetropole zehn Busse im Probebetrieb und haben mehr als 400 Falschparker erfasst. Das Pilotprojekt wird als Erfolg gewertet und soll jetzt ausgeweitet werden.

Busse blitzen in Frankfurt Falschparker

Das Prinzip erklären Mobilitätsdezernat, Ordnungsamt und Nahverkehrsgesellschaft traffiq in einer Mitteilung: "Blockiert ein Falschparker den Fahrweg, etwa auf einer Busspur, oder kann der Bus wegen eines falsch geparkten Wagens eine Haltestelle nicht richtig anfahren, können Busfahrer:innen per Knopfdruck eine kurze Serie von Einzelfotos auslösen". Die Kameras befinden sich hinter der Windschutzscheibe.

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Die Bilder werden zusammen mit den GPS- und Zeitdaten automatisch an einen Dienstleister übermittelt. Nach der Anonymisierung unbeteiligter Personen gehen die Daten direkt an die Bußgeldstelle des Ordnungsamtes Frankfurt. Auf diesem Weg hätten in vier Monaten 421 Falschparker ein Knöllchen bekommen.

Auch Straßenbahnen sollen Kameras erhalten

Bis Ende Mai seien 325 Bußgeld- und 75 Verwarngeldbescheide versendet worden. Ein Schwerpunkt war das Ausgehviertel Alt-Sachsenhausen. Wer in Frankfurt auf der Busspur oder an einer Haltestelle parkt und damit den öffentlichen Nahverkehr behindert, muss mit mindestens 70 Euro Bußgeld rechnen.

Auch in den News:

Nun soll der Probebetrieb ausgeweitet werden. Demnächst sollen Kameras in mindestens zehn weiteren Bussen installiert werden, auch fünf Straßenbahnen sollen im Laufe des Jahres damit ausgestattet werden. "Straßenbahnen können, anders als Busse, einem Falschparker nicht einfach ausweichen. Deshalb ist es wichtig, die Technik auch hier einzusetzen", begründet das Verkehrsdezernat die Maßnahme gegenüber "hessenschau". Wer in Frankfurt mit dem Auto unterwegs ist, sollte also gewarnt sein. Allerdings auch in einem Urlaubsland. Griechenland hat die Verkehrsregeln drastisch verschärft.


Verwendete Quellen:

hessenschau

Nachrichtenagentur dpa

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