Besonders großer Blindgänger

Krankenhaus, Schulen, Kitas: Große Evakuierung nach Bombenfund in Köln

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

In Köln soll ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

Bild: Oliver Berg/dpa


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Die Entschärfung einer amerikanischen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg legt in Köln einige Schulen und Kitas lahm. Auch ein Krankenhaus liegt im Sperrgebiet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Kölner Stadtteil Lindenthal soll eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

  • Im Sperrkreis bleiben Schulen und Kitas geschlossen, Anwohner:innen müssen ihre Wohnungen verlassen, ein Krankenhaus wird evakuiert.

  • Wie lange die Entschärfung dauert, ist noch unklar.

Es ist ein besonders großer Blindgänger: Wegen der geplanten Entschärfung einer Weltkriegsbombe muss im Kölner Stadtteil Lindenthal ein Krankenhaus evakuiert werden. Auch Schulen und Kitas im Evakuierungsbereich bleiben nach Angaben der Stadtverwaltung geschlossen, außerdem müssen 4.100 Anwohner:innen ihre Wohnungen verlassen.

Die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Freitag (08. Mai) bei Bauarbeiten gefunden worden.

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Krankenhaus mit Intensivstation wird geräumt

Die Stadt Köln hatte daraufhin einen Bereich mit einem Radius von 500 Metern festgelegt, der für die Entschärfung evakuiert werden muss. Unter anderem das St. Elisabeth-Krankenhaus ist betroffen.

Das macht die Evakuierung besonders aufwendig. Denn es sind nach Angaben eines Sprechers der Stadt nicht nur mehr als 100 Krankenfahrten nötig, um Patient:innen in umliegende Kliniken zu bringen. Auch müssen elf Patient:innen transportiert werden, die auf der Intensivstation liegen und beatmet werden. Zudem müssten Untersuchungstermine und OP-Termine abgesagt werden, schrieb das Krankenhaus auf seiner Homepage.

Alle Schulen und Kitas in dem Bereich bleiben ganztägig geschlossen. "Die Stadt Köln bittet alle Eltern, sich darauf vorzubereiten", hieß es am Wochenende. Wie viele Kinder und Jugendliche davon betroffen sind, konnte die Stadt nicht sagen.

Für die Menschen aus dem Stadtteil Lindenthal soll eine Anlaufstelle in einer nahegelegenen Realschule eingerichtet werden, die um 9.00 Uhr öffnet  - auch dort fällt deshalb der Unterricht aus. Wann die Menschen zurück in ihre Wohnungen und an ihre Arbeitsplätze können, ist nach Angaben eines Stadtsprechers unklar.

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Noch viele Blindgänger in NRW

In Nordrhein-Westfalen werden jedes Jahr Hunderte Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die meisten werden durch die Auswertung von Luftbildern oder bei Bauarbeiten entdeckt. In Nordrhein-Westfalen gibt es noch sehr viele Blindgänger, weil die Städte an Rhein und Ruhr wichtige Industriestandorte und somit im Zweiten Weltkrieg häufige Ziele von Luftangriffen waren.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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