Krieg im Nahen Osten
So oft hat Trump bereits einen bevorstehenden Deal mit dem Iran angekündigt
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von Max Strumberger:newstime
Trump gerät mehr und mehr unter Druck
Videoclip • 02:03 Min • Ab 12
Donald Trump kündigt seit Monaten einen Durchbruch im Iran-Konflikt an. Doch statt eines Abkommens folgen neue Fristen, neue Drohungen und neue Angriffe - ein Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Deal mit Iran stehe unmittelbar bevor, behauptet Donald Trump immer wieder.
Mindestens 38-mal hat er einen baldigen Durchbruch angekündigt.
Kritiker sprechen längst von Täuschung, während Teheran weiter auf Konfrontation setzt.
Donald Trump verkündet seit Beginn des Kriegs gegen Iran Ende Februar fast im Wochentakt, ein Abkommen stehe unmittelbar bevor. Mal sprach er von einem Durchbruch in wenigen Tagen, mal von nur noch zwei Wochen bis zum "totalen Sieg". Tatsächlich aber dauert der Konflikt inzwischen deutlich länger als von ihm selbst vorhergesagt. Aus einer zunächst auf vier bis fünf Wochen geschätzten Militärphase sind mehr als drei Monate geworden.
Besonders auffällig ist dabei die Konstanz seiner Botschaft: Mindestens 38-mal erklärte Trump laut den vorliegenden Texten öffentlich, Iran wolle "unbedingt" einen Deal, habe "fast allem zugestimmt" oder befinde sich in der Schlussphase der Verhandlungen. Nach der im April verkündeten Waffenruhe kündigte er an, innerhalb von zwei Wochen solle ein Abkommen finalisiert werden. Doch eine tragfähige Einigung blieb aus, auch wenn aus dem Weißen Haus weiter Optimismus signalisiert wurde. Dies weckt nicht nur in Teheran erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit Trumps.
Inkompetenz oder bewusste Irreführung?
Eher das Gegenteil ist der Fall. Zuletzt nahmen die militärischen Spannungen wieder zu. Nachdem der Iran einen US-Hubschrauber über der Straße von Hormus abgeschossen hatte, antwortete Washington mit neuen Militärschlägen - obwohl beide Seiten eigentlich einen Waffenstillstand vereinbart hatten. Demokratische Abgeordnete werfen dem Präsidenten entweder Inkompetenz oder bewusste Irreführung vor und erinnern daran, dass Trump selbst das frühere Atomabkommen der Obama-Regierung aufgekündigt hatte.
Parallel dazu änderte Trump mehrfach seine Darstellung des Kriegsverlaufs. Zeitweise bezeichnete er den Konflikt nicht mehr als Krieg, sondern als begrenzte Operation oder "Exkursion". Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärten zwischenzeitlich sogar, die eigentliche Kriegsphase sei vorbei. Gleichzeitig hielten Angriffe jedoch an, zentrale Streitfragen – etwa Irans Atomprogramm oder die Öffnung der Straße von Hormus – blieben ungelöst.
Kein Entgegenkommen von Teheran
Auch aus Teheran kommen keine Signale für eine schnelle Entspannung. Irans Außenminister Abbas Araghchi warnte die USA mit scharfen Worten vor weiteren Angriffen, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf drohte indirekt mit härteren Antworten. Damit bleibt der Eindruck eines Konflikts, in dem Trump zwar beharrlich den nahen Frieden beschwört, die Lage aber weiterhin von Unsicherheit, Eskalationsrisiken und ungelösten Kernfragen geprägt ist. Der versprochene Deal wirkt vorerst so nah wie fern.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
CNN
CBSNews
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