Niedersachsen
Umspannwerk in Ganderkesee durchsucht: Polizei äußert sich zu verdächtiger Feststellung
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Nächste Sabotage-Aktion in NRW
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Erneut kam es zu einem Polizeieinsatz rund um ein Umspannwerk, diesmal in Ganderkesee bei Oldenburg. Nach bundesweiten Sabotage-Verdachtsfällen sind die Beamt:innen alarmiert. Was zu dem Vorfall bekannt ist.
Seit der Nacht auf Freitag (4. September) haben Einsatzkräfte der Polizei das Gelände an einem Umspannwerk in Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg untersucht. Wonach die Beamt:innen suchten, war zunächst unklar. Nach Attacken auf Werke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg sei man allerdings sensibilisiert, so eine Polizeisprecherin.
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Keine Gefahr für Bevölkerung
Wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete, hatten sich an den Zufahrten um das Umspannwerk mehrere Streifenwagen befunden. Eine Polizeisprecherin berichtete außerdem von dem Einsatz von Hubschraubern. Noch am Freitagvormittag waren die Beamt:innen vor Ort. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, so die Polizeisprecherin.
Zum Hintergrund des Einsatzes heißt es, die Polizeistreife in Ganderkesee habe eine Feststellung getroffen. In diesem Zuge seien weitere Kräfte angefordert worden. Über Näheres zu dieser "Feststellung" wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Im Laufe des Tages werden weitere Informationen erwartet.
"Aktuell liegen uns (...) keine Hinweise auf eine Manipulation an der Anlage vor", so der Sprecher des Energieversorgers EWE. Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es auch keine Schäden oder Auswirkungen auf die Stromversorgung. Allerdings sei an einer technischen Anlage auf dem Betriebsgelände eine Unregelmäßigkeit festgestellt worden. Dabei verwies der Sprecher auch auf planmäßige betriebliche Arbeiten in den vergangenen Tagen. Es werde geprüft, ob diese mit den Unregelmäßigkeiten zu tun haben.
Mehrere Sabotageakte in Deutschland
In der vergangenen Woche war es zu mehreren Einsätzen an deutschen Umspannwerken gekommen. So hatte etwa ein Spaziergänger am Donnerstagabend (3. September) in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Möglicherweise handelt es sich dabei um eine Abschussvorrichtung. Die Polizei geht von einem Sabotagedelikt aus. Mittlerweile liegt den Ermittelnden ein Bekennerschreiben vor, in dem auch andere der zuvor bekannt gewordenen Verdachtsfälle aus Nordrhein-Westfalen und Brandenburg genannt werden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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