Vorhersage

DWD warnt vor Sturmböen: Örtlich Starkregen und Gewitter erwartet

Aktualisiert:

von Michael Reimers

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Neuer europäischer Wettersatellit gestartet

Videoclip • 01:42 Min • Ab 12


Der Start ins Wochenende wird teils ungemütlich: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in zahlreichen Regionen Deutschlands vor Sturmböen, Gewitter und heftigem Dauerregen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum Start des Wochenendes und am Samstag (5. September) wird das Wetter in Deutschland unbeständig.

  • Erst gibt es Sturmböen, dann drohen Gewitter und Starkregen.

  • Während der Norden Deutschlands unter Tiefdruckeinfluss steht, hält im Süden der Hochdruckeinfluss weiter an.

Zum Ausklang der Woche wird es in vielen Regionen Deutschlands ungemütlich: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat zahlreiche Warnmeldungen herausgegeben. Dem Lagebericht zufolge gibt es am Freitag (4. September) im Norden Starkregen. Vom Norden bis in die Mitte werden dann stürmische Böen und einzelne starke Gewitter vorausgesagt. Stellenweise seien Unwetter möglich.

Am Freitagmorgen warnt der DWD vor orkanartigen Böen und Unwetter auf dem Brocken sowie vor schweren Sturmböen auf dem Fichtelberg. In der Nordhälfte von Brandenburg über Sachsen-Anhalt bis Niedersachsen sowie in Teilen Thüringens und Nordrhein-Westfalens gibt es gebietsweise Sturmböen. Windböen an der Nordsee werden im Tagesverlauf zu Sturmböen.

Das Gewitter-Risiko steigt am Freitagmorgen an der Nordsee wieder an. Tagsüber gibt es im Norden und der Mitte einzelne starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Sogar Sturmböen der Windstärke 9 auf der Beaufortskala (Bft) sind möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich. Das entspricht Windgeschwindigkeiten von 85 Kilometern pro Stunde. Auch vereinzelt schwere Sturmböen der Windstärke 10 (89 bis 102 km/h) sind im Bergland nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Samstag kommt es in der östlichen Mitte zu letzten starken Gewittern, die schnell nachlassen.


Windgeschwindigkeiten erreichen fast Orkanstärke

Der Wind nimmt in der Nacht zum Freitag im Binnenland ab. An der See gibt es zeitweise noch steife Böen um 60 km/h (Bft 7), auf dem Brocken anhaltend Sturmböen, zum Morgen hin teils schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10).

Am Freitag frischt im Norden und der Mitte der Südwestwind mit gebietsweise starken bis stürmischen Böen stark auf, vereinzelte Sturmböen der Stärke 9 sind möglich. Die Beaufortskala endet bei 12, das entspricht Orkanstärke mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 118 Stundenkilometern.

In der Nacht zum Samstag (5. September) sind über der östlichen Mitte Gewitter ähnlicher Stärke vorausgesagt, die jedoch schnell nachlassen. Im Süden gibt es nach Mitternacht vereinzelte Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen um 65 km/h (Bft 8). Mit einzelnen Gewittern mit Sturmböen um 80 km/h (Bft 9) ist an der Nordsee ebenfalls wieder zu rechnen.

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Unwetter im Norden, mehrstündiger Starkregen

Auch Stark- und Dauerregen sind in den Prognosen enthalten. Am Freitag regnet es zunächst in einem schmalen Streifen von Ostfriesland bis nach Mecklenburg mit 20 bis 35, vereinzelt auch bis 50 Litern pro Quadratmeter in sechs Stunden. Möglicherweise fällt auch im Norden und in der Mitte teils mehrstündiger Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in drei bis sechs Stunden.

Nördlich einer Linie zwischen dem Rheinland und der Lausitz ist es am Freitag stark bewölkt bis bedeckt. Gebietsweise fällt schauerartiger Regen. Am Nachmittag kommt es vereinzelt zu Gewittern, die bis zum Abend südostwärts bis in die Mitte vorankommen. Bei 18 bis 26 Grad weht dazu ein lebhafter West- bis Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, bei Gewittern kommt es teilsweise zu Sturmböen.

Hingegen ist es südlich von Main und Mosel heiter bis sonnig und trocken bei 26 bis 33 Grad. Dort weht allenfalls ein mäßiger Wind. In der Nacht zum Samstag zieht von der Landesmitte allmählich bis zu den Alpen Regen auf. Ansonsten ist es wechselnd bewölkt und insbesondere an der Küste gibt es einzelne Schauer oder Gewitter. Die Tiefstwerte erreichen 18 bis 12 Grad.


Unbeständiges Wetter bestimmt das Wochenende

Am Samstag gibt es anfangs südlich der Donau noch etwas Regen, der am Abend auch an den Alpen abklingt. Nachfolgend kommt es zu Aufheiterungen und es bleibt trocken. Im Norden und Nordosten gibt es einen Wechsel aus Sonne und Wolken sowie einzelne Schauer. Im Norden und in der Mitte werden 18 bis 23 Grad erreicht, im Süden 23 bis 28 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger, im Norden und Osten noch sehr lebhafter Westwind mit Sturmböen an den Küsten.

In der Nacht zum Sonntag (6. September) werden vor allem an der Ostsee noch einzelne, schwache Schauer erwartet. Sonst ist es überwiegend gering bewölkt oder klar und meist niederschlagsfrei. Streckenweise bildet sich Nebel. Es erfolgt eine Abkühlung auf 14 bis 7 Grad, an der See bleibt es milder. An der Ostsee lässt der Wind jedoch nur langsam nach.

Am Sonntag sagt der DWD im Umfeld der vorpommerschen Küste letzte Schauer voraus, ansonsten neben lockeren Wolken viel Sonnenschein und es bleibt trocken. Am Abend besteht im westlichen Bergland ein geringes Schauerrisiko. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 Grad an den Küsten und bis zu 30 Grad am Oberrhein.

Anfangs weht im Nordosten noch böiger Westwind, ansonsten schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Montag ist es im Westen und Nordwesten zunehmend bewölkt, örtlich gibt es Schauer. Im Osten und Südosten ist es meist noch gering bewölkt und niederschlagsfrei. Die Temperaturen gehen zurück auf 16 bis 7 Grad.


Verwendete Quellen:

dwd.de: "Vorhersage für Deutschland vom 3. September 2026"

Nachrichtenagentur dpa

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