Landtagswahlkampf

Zahl politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern steigt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Umfrage sieht SPD nur knapp hinter AfD

Videoclip • 01:24 Min • Ab 12


Abgerissene Plakate, Bedrohungen, Körperverletzung: Während des Landtagswahlkampfes in Mecklenburg-Vorpommern registriert das LKA immer mehr Straftaten – besonders häufig trifft es Wahlplakate der AfD.

Im Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern hat das Landeskriminalamt (LKA) binnen zwei Wochen eine deutliche Zunahme politisch motivierter Straftaten registriert: Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, stieg die Zahl der erfassten Fälle von rund 90 auf mehr als 300. Das geht aus einer Statistik der Behörde hervor, die seit dem 13. Juli mit einer zentralen Meldestelle Fälle politisch motivierter Kriminalität rund um die Landtagswahl am 20. September sammelt.

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Wahlplakate der AfD werden in Mecklenburg-Vorpommern

Am häufigsten betroffen sind Wahlplakate: Rund 280 der bislang registrierten Fälle stehen damit im Zusammenhang. Mit mehr als 510 abgerissenen, gestohlenen oder beschmierten Plakaten trifft es die AfD laut Statistik mit Abstand am häufigsten, vor der SPD (rund 260) und der Linken (mehr als 150). Bei Grünen (rund 50) und CDU (46) sowie FDP (35) und BSW (32) fällt die Zahl deutlich geringer aus.

Hinzu kommen Fälle der Beleidigung; der gegen Personen des politischen Lebens gerichteten Beleidigung, üblen Nachrede und Verleumdung, der Bedrohung, der einfachen Körperverletzung und ein Fall gefährlicher Körperverletzung und ein Fall der üblen Nachrede.

Zu den Gewaltdelikten machte das LKA keine näheren Angaben und verwies auf die zuständigen Polizeipräsidien, die auf Anfrage der dpa zunächst nicht reagierten. In der Statistik erfasst ist unter anderem ein bereits Mitte August zurückliegender Vorfall auf der Insel Hiddensee: Bei einem AfD-Wahlkampfstand soll es laut Polizeimitteilung zu Handgreiflichkeiten zwischen einem 73-Jährigen, der dort protestierte, und einem 31-Jährigen aus dem Wahlkampfteam gekommen sein.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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