Angespannte Lage
TUI Cruises streicht Routen: Keine Kreuzfahrten nach Nahost
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
TUI will billigere Reisen anbieten (10. Februar)
Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
Andere Reedereien hatten die Entscheidung bereits getroffen, nun zieht TUI Cruises nach: Diesen Winter werden aufgrund des Krieges im Nahen Osten keine Kreuzfahrten in die Region stattfinden.
Das neueste Schiff der Flotte fährt nach Norwegen statt an den Persischen Golf: Aufgrund der weiterhin angespannten Lage in Nahost infolge des Iran-Kriegs cancelt TUI Cruises seine Orientrouten für die kommende Wintersaison. Auch das jüngste Schiff "Mein Schiff Flow" wird im Zeitraum von Oktober 2026 bis Mai 2027 für andere Kreuzfahrten eingesetzt als ursprünglich geplant.
So werden nicht mehr die Vereinigten Arabischen Emirate und der Oman angesteuert, stattdessen werden Reisen nach Nord- und Westeuropa unternommen. Neben dem Ziel Norwegen legt das Kreuzfahrtschiff auch in Richtung Kanaren ab. TUI Cruises zufolge können Kund:innen die neu aufgelegten Reisen Ende April buchen. Alle betroffenen Gäste beziehungsweise Reisebüropartner seien bereits informiert worden.
Zwei Schiffe der Reederei befinden sich derzeit in der Region – und haben aktuell keine Möglichkeit, sie zu verlassen. Weder die "Mein Schiff 4", die in Abu Dhabi anliegt, noch die "Mein Schiff 5", die sich vor Doha befindet, können den Persischen Golf sicher verlassen. Rund um die Straße von Hormus bleibt die Lage weiter angespannt. Deshalb wurden auch mehrere bereits geplante Kreuzfahrten dieser Schiffe abgesagt.
Auch andere Reedereien fahren nicht nach Nahost
Aida Cruises hat bereits Mitte März mitgeteilt, keine Reisen in den Orient anzubieten – geplante Fahrten mit der "Aida Palma" wurden abgesagt. Gästen, die bis Mitte Mai umbuchen, hat die Reederei einen Bordguthabenbonus versprochen. Mit MSC Cruises und Costa verzichten weitere Kreuzfahrt-Anbieter in der betroffenen Region auf die Wintersaison 2026/27.
Betroffene Kund:innen, deren Kreuzfahrt gestrichen wurde, müssen die Umbuchungsangebote von Reedereien nicht annehmen. Sie können auf die Rückerstattung des Reisepreises pochen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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