Bodenpersonal streikt

Spanien-Urlaubern droht Ostern Chaos – Flughafen-Streiks vorerst ausgesetzt

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Diese Reiseziele sind derzeit günstig (24. März)

Videoclip • 01:33 Min • Ab 12


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An vielen spanischen Flughäfen legt das Bodenpersonal über Ostern die Arbeit nieder. An diesem Wochenende wird der Streik jedoch ausgesetzt. Was Urlauber:innen jetzt wissen müssen.

Spanien zählt zu den beliebtesten Touristenzielen der Deutschen. Nun droht Urlauber:innen ausgerechnet über die für Reisen beliebten Ostertage Chaos an den Flughäfen. An diesem Wochenende (27. bis 29. März) ruht die Arbeitsniederlegung zum Auftakt der Reisewelle jedoch.  Dies berichtet das Portal "Reise vor 9" unter Berufung auf spanische Medien. Gewerkschaften haben die erste Streikrunde bei den Abfertigungsunternehmen Groundforce und Menzies ausgesetzt.

An mindestens 18 Flughäfen des Landes hatten die Gewerkschaften CCOO, UGT sowie USO das Bodenpersonal der Unternehmen zum Streik aufgerufen, hatte der "Merkur" berichtet.

Betroffen war ursprünglich der Zeitraum vom 27. März bis zum 6. April. Nun soll der Streik bei Groundforce am Montag (30. März) starten, bei Menzies zwischen dem 2. und 6. April – und wohl die gesamte Abfertigung vom Check-in über das Boarding und die Gepäckverladung bis hin zum finalen Transport betreffen.

Das Auswärtige Amt (AA) warnt auf seiner Homepage in den Reise- und Sicherheitshinweisen für Spanien: "Auswirkungen auf den Flugverkehr, Verschiebungen oder auch Streichungen von Flügen können derzeit nicht ausgeschlossen werden."

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An diesen Flughäfen soll gestreikt werden

Insgesamt sollen 3.000 Arbeitnehmer:innen vom Streikaufruf betroffen sein. An diesen spanischen Flughäfen arbeitet laut "Costa Nachrichten" Personal von Groundforce und Menzies:

  • Alicante (Groundforce)

  • Barcelona (Groundforce und Menzies)

  • Bilbao (Groundforce)

  • Fuerteventura (Groundforce)

  • Ibiza (Groundforce und Menzies)

  • Lanzarote (Groundforce)

  • La Palma (Groundforce)

  • Las Palmas de Gran Canaria (Menzies)

  • Madrid (Groundforce und Menzies)

  • Málaga (Groundforce und Menzies)

  • Murcia (Menzies)

  • Palma de Mallorca (Groundforce und Menzies)

  • Santiago de Compostela (Menzies)

  • Sevilla (Menzies)

  • Teneriffa Nord (Menzies)

  • Teneriffa Süd (Menzies)

  • Valencia (Groundforce)

  • Zaragoza (Groundforce)

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Das ist der Grund für den Streik

Die Arbeit bei Groundforce sollte laut "Mallorca Magazin" montags, mittwochs und freitags in der Früh-, Spät- und Nachtschicht (von 5 bis 7 Uhr, von 11 bis 17 Uhr und von 22 bis 0 Uhr) niedergelegt werden. Dieser Streik sollte bis auf unbestimmte Zeit fortgeführt werden. Vom 2. bis 6. April streikt die Menzies-Gruppe für jeweils für 24 Stunden.

Dem Bericht des "Mallorca Magazins" zufolge lautet der Vorwurf der Gewerkschaften an Groundforce, Gehaltserhöhungen nicht wie vereinbart umzusetzen. Tarifvertraglich seien 7,82 Prozent Erhöhung vereinbart worden, doch das Unternehmen habe lediglich 4,58 Prozent auf die festen Gehaltsbestandteile angewendet.


Haben Reisende Anspruch auf Entschädigung?

Streiks beim eigenen Airline-Personal, wozu auch das Bodenpersonal zählt, zählen nach Angaben von "Flightright" nicht mehr als außergewöhnlicher Umstand. Stattdessen handelt es sich um ein Betriebsrisiko der Fluggesellschaft – und Passagiere haben Anspruch auf Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro.


Verwendete Quellen:

Reise vor 9: "Spanische Airport-Streiks am Wochenende ausgesetzt"

Mallorca Magazin: "Streiks angekündigt: Flüge am Mallorca-Airport könnten an Ostern annulliert und Koffer nicht abgefertigt werden"

Flightright: Flugstreik: "Ihre Fluggastrechte bei Flugverspätung und Flugausfall wegen Streik"

Merkur: "Ausgerechnet an Ostern: Beliebtem Urlaubsland droht massives Chaos – was Reisende tun können"

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