Norwegen
Prozess-Auftakt gegen Marius Borg Høiby: Mette-Marits Sohn bestreitet Vergewaltigungsvorwürfe
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Mette-Marits Sohn bestreitet Vergewaltigungsvorwürfe
Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
In Norwegen hat die Gerichtsverhandlung gegen Mette-Marits Sohn begonnen. Zum Start bestreitet Marius Borg Høiby die schwersten Vorwürfe gegen ihn. Andere Taten räumt er teilweise ein.
Zum Start der Gerichtsverhandlung gegen Marius Borg Høiby hat der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) die schwersten Vorwürfe gegen ihn bestritten. Der 29-Jährige antwortete leise mit "Nein" auf die Frage, ob er die Strafschuld wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs mehrerer Frauen einräume. Er bestreitet außerdem, die mutmaßlichen Opfer während der Taten gefilmt zu haben.
Høiby war nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB in einem grünen Pullover über einem Hemd und grüner Hose vor Gericht erschienen. Fotos oder Videos des Angeklagten zu machen, ist verboten. Der Norweger muss sich wegen Dutzender teils schwerer Vergehen verantworten. Zu den 38 Anklagepunkten zählen auch Fälle von häuslicher Gewalt, Sachbeschädigung, Drogen- und Verkehrsdelikte. Einige dieser Taten hat Marius Borg Høiby zugegeben.
Kurz vor Prozessbeginn war Marius Borg Høiby am Wochenende erneut festgenommen worden. Er soll mit einem Messer gedroht und gegen ein Kontaktverbot verstoßen haben. Wegen Wiederholungsgefahr muss er vier Wochen in Untersuchungshaft verbringen.
Nach dem Vorfall am Sonntag (1. Februar) befand sich Marius Borg Høiby laut Medien im Krankenhaus. Das berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB am Dienstagmorgen (3. Februar) unter Berufung auf Quellen. Zuvor hatte die Zeitung "Verdens Gang" Bilder veröffentlicht, die die norwegische Kronprinzenfamilie vor dem Krankenhaus zeigen sollen.
Auch in den News:
In dem Prozess sollen Video-Aufnahmen helfen, Licht ins Dunkel um die schwersten Anschuldigungen gegen Høiby zu bringen. Seit August 2024 – dem Zeitpunkt der ersten Vorwürfe gegen Marius Borg Høiby – haben die Ermittler:innen unter anderem mehrere Handys beschlagnahmt. Der 29-jährige Angeklagte soll zwischen 2018 und 2024 mehrere Frauen vergewaltigt und sexuell missbraucht haben, während sie laut Anklage "nicht wach" waren und sich nicht zur Wehr setzen konnten.
Die mutmaßlichen Opfer soll er während der ihm vorgeworfenen Sexualstraftaten gefilmt haben.
Um die mutmaßlichen Opfer zu schützen, ist die Berichterstattung über die Verhandlung eingeschränkt. Die Video-Aufnahmen werden im Gericht hinter verschlossenen Türen abgespielt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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