"Ich habe lange SPD gewählt"

Peter Maffay verliert Glauben an die SPD: Das ist der Grund

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von Jana Wejkum

Der Musiker Peter Maffay sprach bei "Maischberger" über aktuelle politische Themen.

Bild: Christoph Reichwein/dpa


Im ARD-Talk "Maischberger" spricht der Musiker über seine Enttäuschung über die Partei. Woran das liegt und was der Maffay zum Thema Wehrpflicht sagt, liest du hier.

Musiker Peter Maffay könnte das Leben eigentlich entspannt angehen: Der "Tabaluga"-Schöpfer schuf in seiner jahrzehntelangen Karriere 20 Nummer-eins-Alben. Doch Maffay ist dafür bekannt, sich sozial und politisch zu engagieren. In der ARD-Talksendung "Maischberger" standen am Dienstag (20. Januar) nicht sein Lebenswerk, sondern Klimaziele, politische Verantwortung und der Kurs der SPD im Fokus.

Mit letzterer hadert Maffay offenbar sehr: "Ich habe lange die SPD gewählt, und habe inzwischen Schwierigkeiten, das weiterhin zu tun." Er sprach darüber, dass ihn die Entwicklung der Partei erstaune. Vor wenigen Jahrzehnten sei die SPD "eine wirkliche Volkspartei gewesen".

Mittlerweile verliere die Partei jährlich Wähler:innen. Maffay stellte eine Vermutung an, woran das liegen könnte: "Ich unterstelle ganz einfach, dass diese Partei den Menschen auf der Straße nicht mehr wirklich sehr nahesteht." Welche Partei in diesem Punkt besser abschneidet, könne er nur schwer sagen.

Maffay ergreift Partei für Jugendliche

Insgesamt gab sich der Musiker unzufrieden, wie die Politik mit Herausforderungen umgeht. "Mich frustriert die Unfähigkeit." Als es um die Wehrpflicht-Debatte ging, schlug sich der 76-Jährige auf die Seite der Jugendlichen. "Man hätte die Jugendlichen viel mehr einbeziehen müssen", so sein Fazit. Er glaubt, dass die meisten von ihnen zu einem Dienst an der Gesellschaft bereit wären - sie dazu zu zwingen, halte er jedoch für kontraproduktiv.

Maffay, der selbst zwei Kinder hat, betonte die Wichtigkeit, sich für die Zukunft einzusetzen und den Klimawandel zu bekämpfen. "Wenn das einmal wegrutscht und wir diese Grenze von 1,5 Prozent überschreiten, und wir sind gerade dabei, dann gibt es kein Zurück mehr", so der Musiker.

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Verwendete Quellen:

Focus: "Maffay zeigt sich in ARD enttäuscht - und erklärt, warum er nicht mehr SPD wählt"

Welt: ""Habe lange SPD gewählt und inzwischen Schwierigkeiten, das weiterhin zu tun", sagt Peter Maffay"

Merkur: "Peter Maffay gesteht bei Maischberger: 'Ich bin optimistisch, aber es fällt mir immer schwerer'"

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