Bar-Unglück

Feuertragödie in Crans-Montana: Brandschutzmängel waren seit Jahren bekannt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Crans-Montana: Bar-Betreiber in U-Haft (9. Januar)

Videoclip • 01:43 Min • Ab 12


40 Menschen wurden bei einem Brand in einer Bar in Crans-Montana getötet. Schon Jahre vor der Silvesternacht waren offenbar schwere Brandschutzmängel bekannt – doch niemand handelte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jahrelang bekannte Brandschutzmängel blieben in einer Bar in Crans-Montana Berichten zufolge unbeachtet.

  • In der Silvesternacht führte das Versäumnis zu einer Brandkatastrophe mit 40 Toten.

  • Nun geraten Betreiber und Behörden massiv unter Druck.

Die tragische Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana, die in der Silvesternacht 40 Todesopfer forderte, wirft schwerwiegende Fragen zum Brandschutz auf. Bereits Jahre vor dem Unglück wurden einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge bei Inspektionen mehrere Mängel festgestellt, die offenbar nie behoben wurden.

Dokumentierte Mängel blieben unbehoben

Laut Dokumenten, die der Schweizer Sender RTS einsehen konnte, wurden bei einer Inspektion im Jahr 2018 in der Bar "Le Constellation" mehrere gravierende Brandschutzmängel festgestellt. Zu diesen Mängeln zählten fehlende Evakuierungspläne, mangelnde Schulung des Personals für den Brandfall und die fehlende Kennzeichnung eines Feuerlöschers.

Ein Jahr später, 2019, wurden die gleichen Mängel erneut dokumentiert – mit der Auflage, sie zu beseitigen. Wie jedoch bereits von der Gemeinde eingeräumt wurde, fanden nach 2019 keine weiteren Kontrollen mehr statt. Zwischen 2020 und 2025 wurden keine der üblichen Brandschutzkontrollen durchgeführt, wie Nicolas Feraud, der Präsident des Gemeinderats von Crans-Montana, mitteilte.

Partyfontänen verursachten Feuer

In der Silvesternacht setzten funkensprühende Partyfontänen nach ersten Ermittlungen Schaumstoff an der Decke der Bar in Brand. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. 40 Menschen kamen ums Leben, darunter zahlreiche Minderjährige. 116 Menschen wurden verletzt, etwa 80 von ihnen erlitten sehr schwere Verbrennungen.

Der Besitzer der Bar, Jacques Moretti, befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Seine Frau Jessica Moretti, mit der er die Bar gemeinsam betrieb, wurde ebenfalls zur Befragung bei der Staatsanwaltschaft vorgeladen. Laut italienischen Medien soll der Barbesitzer ausgesagt haben, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden.

Gemeinde hält sich bedeckt

Auf Anfragen nach einer Stellungnahme ließen die zuständigen Fachleute der Gemeinde dem Sender RTS über Anwälte ausrichten, dass sie sich nur gegenüber den Strafverfolgungsbehörden äußern würden. Gemeindepräsident Nicolas Feraud hat das Versäumnis inzwischen öffentlich bedauert: "Wir bedauern dies zutiefst".

Als Sofortmaßnahme hat die Gemeinde beschlossen, die Verwendung sämtlicher pyrotechnischer Gegenstände in geschlossenen Räumen zu verbieten. Zudem wurde dem Betreiberpaar die Betriebsbewilligung für ein zweites Restaurant in Crans-Montana entzogen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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