Feuertragödie
Schweiz: Trauerzeremonie für Brandopfer von Crans-Montana
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Schweiz: Wie Flammen zur tödlichen Falle wurden (2. Januar)
Videoclip • 01:26 Min • Ab 12
Die Schweiz steht still nach der Tragödie von Crans-Montana. 40 Menschen sterben, viele sind verletzt. Mit einer Trauerzeremonie soll der Opfer gedacht werden.
Das Wichtigste in Kürze
Die Schweiz trauert am nationalen Gedenktag um die 40 Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana.
Bei einer großen Trauerfeier in Martigny kommen Angehörige, Politiker und internationale Gäste zusammen.
Bundespräsident Guy Parmelin verspricht eine lückenlose Aufklärung der tragischen Ereignisse.
Mit einer Trauerminute hat die offizielle Gedenkfeier für die 40 Toten des Infernos im Schweizer Skiort Crans-Montana begonnen. Die Veranstaltung im nahe gelegenen Martigny galt auch den knapp 120 Menschen, die bei dem Brand in einer Bar in der Silvesternacht großteils schwer verletzt wurden.
In der ganzen Schweiz wurden fünf Minuten lang Kirchenglocken zum Gedenken an die überwiegend jungen Opfer geläutet.
Internationale Teilnahme
Zu der Trauerfeier waren auch Spitzenpolitiker:innenn aus europäischen Ländern geladen, aus denen Tote und Verletzte stammten, darunter die Präsidenten Frankreichs und Italiens, Emmanuel Macron und Sergio Mattarella. Laut dem Programm sollten der Schweizer Präsident Guy Parmelin zu Wort kommen sowie drei Jugendliche, die bei dem Brand vor Ort waren.
Die Veranstalter:innen der Trauerfeier sprachen von rund 700 Gästen, darunter etwa 150 Angehörige. Ursprünglich wurden etwa 1.000 Teilnehmer:innen erwartet, darunter Vertreter:inen aus rund 30 Nationen.
Unter den Opfern waren keine Deutsche, doch elf Überlebende werden in Kliniken in Deutschland behandelt - unter anderem auch in Baden-Württemberg. Deshalb nahm auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an der Feier teil.
Die Opfer - überwiegend junge Menschen
Bei dem verheerenden Brand in der Bar "Le Constellation" in der Silvesternacht kamen 40 Menschen ums Leben, die meisten davon Teenager und junge Erwachsene. Die jüngsten Opfer waren erst 14 Jahre alt. Unter den Todesopfern befinden sich laut dem Schweizer Fußballverband auch neun junge Schweizer Fußballspieler aus drei regionalen westschweizer Vereinen.
Knapp 120 Menschen wurden bei dem Brand größtenteils schwer verletzt. Neben vielen Schweizer:innen sind auch Dutzende Menschen aus den Nachbarländern Frankreich und Italien unter den Opfern. Die Brandverletzten werden aufgrund der großen Anzahl in mehreren europäischen Ländern behandelt, darunter auch elf in Deutschland, wie die deutsche Botschaft in Bern mitteilte.
Deutsche Kliniken in Leipzig, Halle, Berlin, Stuttgart, Tübingen, Bochum, Ludwigshafen und Köln-Merheim haben Brandopfer aufgenommen oder Behandlungsplätze zugesagt.
Ermittlungen zur Brandursache
Die Ermittler:innen gehen davon aus, dass eine funkensprühende Partyfontäne die Schaumstoff-Verkleidung an der Decke der Bar in Brand setzte. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und verwandelte den Raum innerhalb kürzester Zeit in ein Inferno.
Der Mann und die Frau, die das Lokal betrieben, werden am Freitag (9. Januar) erstmals formell als Beschuldigte befragt. Sie stehen laut der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis unter Verdacht der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst.
Mangelnde Brandschutzkontrollen aufgedeckt
Wie sich inzwischen herausstellte, wurden in der betroffenen Bar zwischen 2020 und 2025 keine der üblichen Brandschutzkontrollen durchgeführt. Der Präsident des Gemeinderats, Nicolas Feraud, äußerte tiefes Bedauern über diesen Umstand.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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