Deutschland nimmt Verletzte auf
Brandkatastrophe in Crans-Montana: Jetzt äußert sich der Wirt der Bar
Veröffentlicht:
von Momir Takac:newstime
Crans-Montana: Brandursache wohl klar
Videoclip • 03:40 Min • Ab 12
Lange schwiegen sie, doch nun haben sich die Betreiber der Bar in Crans-Montana zum Feuer-Inferno geäußert. Der Wirt verspricht vollumfängliche Kooperation.
Das Wichtigste in Kürze
Nach dem Brand mit 40 Toten in einer Bar in Crans-Montana melden sich erstmals die Betreiber zu Wort.
Der Wirt verspricht volle Kooperation mit den Ermittlern.
Deutschland unterstützt die Schweiz bei der Versorgung der Brandopfer.
Nach dem verheerenden Brand mit 40 Toten im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht haben die Betreiber der Unglücksbar "Le Constellation" ihr Schweigen gebrochen. "Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht", sagte der Wirt dem Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten" in einem Interview. Sie seien nach der Feuer-Katastrophe am Boden zerstört.
Wirt von Brand-Bar in Crans-Montana äußert sich
"Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären", versprach der Wirt Kooperation mit den Behörden. Zudem seien Anwälte involviert. Laut "20 Minuten" führte er das Lokal mit seiner Frau. Diese habe beim Unglück eine Brandwunde am Arm erlitten, wurde aber bereits wieder aus der Klinik entlassen. Viele Gäste kämpfen mit schweren Verbrennungen noch um ihr Leben.
Die Staatsanwaltschaft hat das Paar nach eigenen Angaben als Zeugen verhört. Sie hat bislang keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Aspekte, wie die Oberstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, am Freitag (2. Januar) auf einer Pressekonferenz betonte. "Es wird geprüft, ob eine strafrechtliche Verfolgung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird", sagte sie. Das wäre der Fall, wenn es Nachlässigkeiten von Personen gegeben habe, "falls diese noch am Leben sind".
Deutschland nimmt Brandopfer aus der Schweiz auf
Neuesten Ermittlungsergebnissen zufolge sind Wunderkerzen Ursache des Unglücks in Crans-Montana. "Diese befanden sich auf den Flaschen und waren zu nah an der Decke. Von dort aus hat sich ein Brandüberschlag entwickelt, der sich sehr schnell ausgedehnt und den ganzen Raum erfasst hat“, erklärte Pilloud.
Während die Ermittlungen und die schwierige Identifizierung der Todesopfer weitergehen, nimmt Deutschland schwerverletzte Menschen zur Behandlung auf. Vier Patientinnen und Patienten würden bereits in deutschen Kliniken versorgt, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit. Die Aufnahme von sieben weiteren Verletzten sei geplant.
Schweiz aktiviert EU-Katastrophenschutzmechanismus
Die Verteilung der Menschen auf die Krankenhäuser erfolgt laut BBK nach dem sogenannten Kleeblattkonzept, das Bund und Länder während der Corona-Pandemie für überregionale Notlagen entwickelt hatten. Die Schweiz habe über den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union weitere Übernahmeanfragen angekündigt.
Verwendete Quellen:
20min.ch: "Wirt bricht Schweigen: 'Wir können weder schlafen noch essen'"
Nachrichtenagentur Reuters
Nachrichtenagentur dpa
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