Schauspielstar
Muriel Baumeister spricht über Alkoholsucht: "Mein Leben lang schon getrunken"
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von Jana WejkumMuriel Baumeister spielte in vielen Filmen und Serien mit und drehte auch mit Götz George. (Archivbild)
Bild: Annette Riedl/dpa
Vor Jahren baute sie einen Unfall mit 1,45 Promille im Blut – und ihrem Kind im Auto. Im Interview spricht die Schauspielerin nun darüber, wie sie die Alkoholsucht besiegte.
Die Schauspielerin Muriel Baumeister, bekannt unter anderem aus der ARD-Arztserie "In aller Freundschaft", hat über ihre Alkoholsucht gesprochen. Sie habe mehrmals versucht, das Problem in den Griff zu bekommen, erzählte sie in einem Interview mit dem Potsdamer Selbsthilfezentrums Sekiz. "Ich habe halt das gemacht, was jeder Alkoholiker macht. Ich habe versucht, eine Möglichkeit zu finden, kontrolliert zu trinken", sagte Baumeister.
Diese Versuche blieben zunächst erfolglos. "Erst wenn du das begriffen hast, dass das nicht geht, dann bist du auf dem Weg der Besserung", berichtete die Schauspielerin. Der Erfolg kam erst, nachdem sie sich selbst in eine Psychiatrie eingeliefert hatte. "Das war mein dritter Versuch. Und das war dann der, der geklappt hat." Zwei Jahre lang habe sie gebraucht, um ihr Alkoholproblem in den Griff zu bekommen.
Autounfall als Weckruf
Die heute 54-jährige Deutsch-Österreicherin war in den 90er-Jahren ein Filmstar und spielte in vielen Serien und Filmen mit. Sie gewann etwa den Nachwuchspreis der Goldenen Kamera und drehte mit Götz George. Der Alkohol war ihr ständiger Begleiter. "Ich habe ja mein Leben lang schon getrunken, wir haben ja alle getrunken früher", so Baumeister.
2016 folgte dann der Weckruf: Baumeister hatte beim Parken einen Autounfall mit 1,45 Promille im Blut. Im Auto befand sich auch ihre kleine Tochter. Es folgte ein Prozess und eine Geldstrafe.
Die Boulevardpresse reagierte mit Schlagzeilen wie "Suff-Crash", "Absturz eines TV-Lieblings" und der "tiefe Fall der Muriel Baumeister". Die Schauspielerin verarbeitete ihre Erlebnisse 2019 in ihrem Buch "Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben".
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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