Iran-Krieg

Trump knüpft Angriffsstopp an Einigung mit dem Iran

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Hamas laut Trump zur Entwaffnung bereit

Videoclip • 03:41 Min • Ab 12


Ein geplanter Großangriff der USA auf den Iran scheint vorerst vom Tisch zu sein. Trump knüpft den Verzicht jedoch an die schnelle Erfüllung seiner Forderungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump hat eine geplante Angriffswelle gegen den Iran vorerst gestoppt und setzt auf eine diplomatische Lösung.

  • Der Iran droht, auf weitere Angriffe der USA oder Israels mit entschlossenen Gegenschlägen zu reagieren.

  • Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman soll Trump zur Deeskalation des Konflikts aufgefordert haben.

US-Präsident Donald Trump hat eine geplante neue Angriffswelle gegen den Iran nach eigenen Angaben vorerst gestoppt. Grund seien Fortschritte bei den diplomatischen Gesprächen. Voraussetzung sei jedoch, dass zeitnah eine Einigung erzielt wird. Trump erklärte, das US-Militär sei zwar zu einem groß angelegten Einsatz bereit, wolle aber zunächst auf militärische Maßnahmen verzichten.

Zu den Bedingungen gehören nach seinen Angaben die vollständige Öffnung der Straße von Hormus, ein Ende des iranischen Atomprogramms sowie die Zusage Israels, den Iran vorerst nicht erneut anzugreifen. Konkrete Details zu den Verhandlungen nannte Trump nicht. Auch aus dem Iran und von anderen beteiligten Staaten gab es zunächst keine Bestätigung seiner Aussagen.

Straße von Hormus und Atomprogramm als Konfliktpunkt

Trumps Ankündigung wird mit Vorsicht betrachtet, da er bereits mehrfach von angeblichen diplomatischen Erfolgen gesprochen hat, die sich später nicht bestätigten. So sollte die Straße von Hormus nach dem im Juni vereinbarten Rahmenabkommen wieder vollständig für den Schiffsverkehr geöffnet werden. Tatsächlich kam es jedoch nach einer kurzen Entspannung erneut zu Angriffen, wodurch der Verkehr fast zum Stillstand kam.

Die wichtige Meerenge spielt eine zentrale Rolle für den Öl- und Gasexport der Golfstaaten. Der Iran nutzt die Blockade als Druckmittel, während die USA ihre Seeblockade verschärft haben, um Teheran wirtschaftlich zu treffen. Gleichzeitig bleiben die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm festgefahren. Während die USA, Israel und weitere Staaten dem Iran den Bau von Atomwaffen vorwerfen, weist Teheran dies zurück und betont den friedlichen Zweck seines Atomprogramms. Fachleute rechnen daher nicht mit einer schnellen Einigung. Der anhaltende Konflikt dauert inzwischen bereits sechs Monate an, obwohl Trump ursprünglich von einem deutlich kürzeren Krieg ausgegangen war.

Iran droht mit Gegenangriffen

Noch am Freitag hatte Donald Trump dem Iran mit harten Militärschlägen gedroht. US-Medien berichteten übereinstimmend über einen unmittelbar bevorstehenden Großangriff, der auch die iranische Energieinfrastruktur treffen sollte. Der Iran reagierte mit der Warnung, im Falle eines Angriffs Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten ins Visier zu nehmen.

Bereits seit Beginn des Konflikts hat Teheran auf US-Angriffe wiederholt mit Gegenschlägen gegen Ziele in der Region reagiert, darunter Standorte mit US-Militärpräsenz. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte zudem, der Iran werde auf jede weitere militärische Aggression entschieden antworten. Für eine erneute Eskalation trügen die USA, Israel und beteiligte Staaten in der Golfregion die Verantwortung.

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Bericht: Saudi-Arabien will Deeskalation

Laut einem Bericht der US-Nachrichtenseite Axios soll Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman am Samstag mit Donald Trump telefoniert haben. Dabei habe er die Sorge seines Landes über einen möglichen neuen US-Angriff auf den Iran zum Ausdruck gebracht und den US-Präsidenten zur Deeskalation aufgefordert. Das berichtete Axios unter Berufung auf mit dem Gespräch vertraute US-Quellen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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