Katastrophen

Griechenland im Ausnahmezustand: Brände breiten sich aus

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Massentourismus: Griechenland verschärft Regeln

Videoclip • 01:09 Min • Ab 12


In der Umgebung von Athen wüten weiterhin schwere Waldbrände. Im Küstenort Porto Germeno mussten Menschen über das Meer in Sicherheit gebracht werden. Auch im Norden der Peloponnes sowie auf Kreta kämpfen Einsatzkräfte gegen die Flammen.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Griechenland breiten sich mehrere große Waldbrände aus.

  • Starker Wind erschwert die Löscharbeiten erheblich.

  • Rund um Athen gilt die höchste Waldbrandwarnstufe.

In Griechenland breiten sich derzeit aufgrund des starken Windes mehrere große Wald- und Buschbrände aus. Besonders betroffen ist ein Gebiet etwa 60 Kilometer westlich von Athen. Die dichten Rauchwolken sind sogar von der griechischen Hauptstadt aus sichtbar.

Aus Sicherheitsgründen wurden am Morgen erneut mehrere Ortschaften evakuiert. Im Küstenort Porto Germeno brachte die Küstenwache zwölf Menschen vom Strand über das Meer in Sicherheit. Außerdem wurden dort mindestens zehn Häuser durch die Flammen zerstört.

Der kräftige Wind erschwert die Löscharbeiten erheblich und sorgt dafür, dass sich die Feuer schnell ausbreiten. Hunderte Feuerwehrleute und freiwillige Helfer:innen sind gemeinsam mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen, Löschflugzeugen und Hubschraubern im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Auch die Polizei unterstützt die Maßnahmen und regelt den Verkehr in der Nähe der Halbinsel Peloponnes. Gleichzeitig kämpfen Einsatzkräfte im Norden der Peloponnes gegen zwei weitere Brandherde.

Kreta mit verbesserter Brandlage

Der große Waldbrand im Süden der Insel Kreta ist inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Dennoch bleiben rund 220 Feuerwehrleute im Einsatz, um ein erneutes Aufflammen der Flammen zu verhindern.

Die starken Winde erschweren die Löscharbeiten weiterhin. Löschflugzeuge und Hubschrauber können derzeit nicht eingesetzt werden, während Windböen verbliebene Glutnester immer wieder anfachen und so neue kleinere Brände entstehen lassen. Parallel dazu wird die Ursache des Feuers untersucht. Nach ersten Vermutungen könnte ein Defekt an Stromleitungen oder Strommasten den Brand ausgelöst haben.

Brandgefahr weiterhin hoch

Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht in Sicht. Meteorolog:innen rechnen auch in den kommenden Tagen mit anhaltend starkem Wind, der die Ausbreitung der Brände weiter begünstigen könnte.

Für Samstag wurde für die Region um Athen sowie den südlichen Teil der Insel Euböa die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen. Eine sehr hohe Brandgefahr besteht außerdem auf Teilen Kretas, der Halbinsel Peloponnes sowie auf mehreren Ägäisinseln, darunter die Kykladen, Chios und Lesbos.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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