Sexueller Missbrauch

CDU: Mehr Therapieplätze für Pädophile gefordert

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Mehr Kindesmissbrauch: BKA schlägt Alarm

Videoclip • 01:54 Min • Ab 12


Aufgrund langer Wartezeiten und überlasteter Therapieangebote fordert die CDU in Hamburg einen deutlichen Ausbau der Therapieplätze für Menschen mit pädophilen Neigungen. Ziel ist es, durch bessere Unterstützung potenziellen Kindesmissbrauch frühzeitig zu verhindern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Therapieangebote für Menschen mit pädophilen Neigungen in Hamburg sind überlastet.

  • Die CDU fordert 30 zusätzliche Therapieplätze.

  • Frühzeitige Hilfe soll Kindesmissbrauch verhindern.

Die CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft setzt sich für einen Ausbau der Therapie- und Präventionsangebote für Menschen mit pädophilen Neigungen ein. Nach Ansicht der Fraktion ist Prävention ein wichtiger Baustein im Kampf gegen sexualisierte Gewalt an Kindern. Diese Straftaten hätten oft schwerwiegende und langfristige Folgen für die Betroffenen. Deshalb müsse der Kinderschutz bereits vor möglichen Taten ansetzen.

Ziel sei es, Menschen mit entsprechenden Neigungen frühzeitig therapeutische Unterstützung anzubieten, um Straftaten zu verhindern.

Therapiemöglichkeiten vollständig ausgelastet

Nach Angaben des Hamburger Senats gibt es im Projekt zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs derzeit 60 ambulante Therapieplätze für Erwachsene. Das Angebot richtet sich unter anderem an Menschen mit pädophilen Neigungen, die bislang keine Straftat begangen haben, jedoch befürchten, dies künftig zu tun. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich: Die Therapieplätze sind seit Jahren vollständig ausgelastet, zuletzt standen 94 Menschen auf der Warteliste.

Auch die Präventionsambulanz Altona am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die rechtskräftig verurteilte Personen ambulant behandelt, arbeitet über ihrer Kapazitätsgrenze. Anfang Juni befanden sich dort 67 Menschen in Behandlung, obwohl nur 54 Plätze zur Verfügung stehen. Damit lag die Auslastung bei rund 124 Prozent.

CDU: 30 weitere Plätze gefordert

Angesichts der hohen Auslastung der bestehenden Angebote fordert die CDU eine Ausweitung der Therapie- und Präventionskapazitäten. Konkret sollen im Rahmen des Präventionsprojekts mindestens 20 zusätzliche ambulante Behandlungsplätze geschaffen und dauerhaft finanziert werden. Zudem spricht sich die Fraktion für zehn weitere Plätze im forensischen Bereich am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) aus.

Nach Ansicht der CDU ist Prävention ein wichtiger Bestandteil des Kinderschutzes und ergänzt die strafrechtliche Verfolgung von Sexualstraftaten. Ziel sei es, Menschen mit pädophilen Neigungen frühzeitig therapeutisch zu unterstützen und dadurch mögliche Straftaten zu verhindern sowie Kinder besser vor Missbrauch zu schützen.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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