Migration

Nach Ansturm auf Ceuta: EU berät am Dienstag über weiteres Vorgehen

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Migranten-Ansturm auf Ceuta: Meloni fordert Schengen-Aus für Spanien

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Nach dem massenhaften Grenzübertritt von mehreren Zehntausend Migranten in die spanische Exklave Ceuta wächst die Besorgnis innerhalb der Europäischen Union. Die Innenminister der EU wollen nun gemeinsam über die Situation und mögliche Maßnahmen beraten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU-Innenminister beraten am Dienstag über die Lage in Ceuta.

  • Spanien weist die Kritik anderer EU-Staaten zurück.

  • Die meisten Migrant:innen sind inzwischen nach Marokko zurückgekehrt.

Nach dem starken Zustrom von Zehntausenden Migrant:innen in die spanische Exklave Ceuta wollen die EU-Innenminister am Dienstag über die Lage beraten. Im Mittelpunkt stehen die jüngsten Entwicklungen sowie mögliche Maßnahmen. Irland, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, leitet das Treffen.

Schätzungsweise 50.000 bis 60.000 Menschen erreichten Ceuta von Marokko aus, mindestens 67 kamen dabei ums Leben. Mehrere EU-Staaten kritisierten Spanien und warfen der Regierung indirekt vor, durch jüngste Entscheidungen Anreize für die Migration in die EU geschaffen zu haben.

Auch Spaniens Ministerpräsident übt Kritik

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wies die Kritik mehrerer EU-Staaten zurück. In einem Schreiben an Irlands Regierungschef Micheál Martin betonte er, dass Ceuta nicht zum Schengen-Raum gehöre und Migrant:innen von dort nicht ohne Weiteres in andere EU-Staaten weiterreisen könnten. Ein entsprechender Brief ging auch an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Nach Angaben der spanischen Regierung sind inzwischen fast alle Migrant:innen nach Marokko zurückgekehrt. Auch in der Exklave Melilla kam es zu weiteren Grenzübertrittsversuchen, von denen jedoch nur wenige erfolgreich waren.

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