Öl-Infrastruktur

Ukraine versenkt russisches Frachtschiff im Asowschen Meer

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Kiew: Massiver Raketenangriff Russlands

Videoclip • 01:38 Min • Ab 12


Russland führt seit über vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. Die Ukraine verteidigt sich dabei nicht nur an der Front, sondern greift auch Ziele auf russischem Gebiet an. Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete nun von weiteren erfolgreichen Angriffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein ukrainischer Angriff hat nach russischen Angaben ein russisches Frachtschiff im Asowschen Meer versenkt.

  • Die Ukraine meldet außerdem Angriffe auf drei Ölraffinerien in der russischen Teilrepublik Baschkortostan.

  • Kiew will mit den Angriffen Russlands Militärlogistik und Kriegswirtschaft schwächen.

Nach einem ukrainischen Angriff ist im Asowschen Meer ein russisches Frachtschiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte auf Telegram mit, dass ukrainische Streitkräfte Ziele im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer angegriffen hätten. Dabei sei ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff mit einer Ladekapazität von rund 100.000 Tonnen versenkt worden.

Der russische Atomkonzern Rosatom bestätigte den Untergang. Nach Angaben des Unternehmens gehörte das Schiff zum Logistikunternehmen FESCO, das Teil von Rosatom ist und auf der EU-Sanktionsliste steht. Demnach wurde das Schiff mehr als 200 Kilometer vor der Hafenstadt Noworossijsk von zwei Drohnen getroffen.

Rosatom erklärte, es habe sich um ein ziviles Containerschiff gehandelt, das Waren in internationalen Gewässern transportierte. Konzernchef Alexej Lichatschow bezeichnete den Angriff als Piraterie und erhob schwere Vorwürfe gegen die Ukraine. Die 17 Besatzungsmitglieder konnten laut russischen Angaben von einem anderen Schiff und Einheiten der Schwarzmeerflotte gerettet werden.

Ukraine: Ölindustrie im Visier

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden außerdem Anlagen von drei Ölraffinerien in der russischen Teilrepublik Baschkortostan angegriffen. Der Regionalchef Radi Chabirow erklärte auf Telegram, dass Trümmer einer abgefangenen ukrainischen Drohne in einem Industriegebiet der Hauptstadt Ufa niedergegangen seien. Dabei sei Rauch entstanden, verletzt worden sei jedoch niemand.

In sozialen Netzwerken wurden zudem Bilder und Videos verbreitet, die Brände und hohe Rauchsäulen zeigen sollen. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg und greift dabei auch Ziele auf russischem Staatsgebiet an. Mit Angriffen auf die Ölindustrie will Kiew nach eigenen Angaben die Versorgung der russischen Streitkräfte mit Treibstoff erschweren und die Einnahmen Russlands aus dem Ölgeschäft verringern. Durch wiederholte Drohnenangriffe wurde zudem der Schiffsverkehr Russlands im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer zuletzt erheblich beeinträchtigt.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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