Angezählter FIFA-Präsident

Nach Investment-Skandal: Spaniens Liga-Boss fordert Infantino zum Rücktritt auf

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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FIFA zieht Investoren-Plan zurück

Videoclip • 03:28 Min • Ab 12


Nach dem Aus seiner Investorenpläne gerät Gianni Infantino weiter unter Druck. Die Kritik am FIFA-Präsidenten nimmt zu – aus Spanien kommt sogar die Forderung nach seinem Rücktritt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Infantino hat seine umstrittenen Investorenpläne nach heftiger Kritik zurückgezogen.

  • Javier Tebas fordert den Rücktritt des FIFA-Präsidenten und kritisiert dessen Führungsstil.

  • Ägypten und Marokko sprechen Infantino trotz der Kritik weiterhin ihre Unterstützung aus.

Nach Ansicht von Spaniens Liga-Präsident Javier Tebas sollte Gianni Infantino nicht länger FIFA-Präsident bleiben. In den sozialen Medien sprach sich Tebas für einen Rücktritt des FIFA-Chefs aus und forderte einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbands.

Er plädierte für eine modernere Führung, mehr Transparenz und eine stärkere Einbindung der betroffenen Akteure in wichtige Entscheidungen. Hintergrund seiner Kritik ist das Scheitern des Investorendeals, das den Druck auf Infantino weiter erhöht. Künftige Vorhaben müssten laut Tebas sorgfältig auf ihre sportlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen geprüft werden, anstatt sie ohne ausreichende Abstimmung durchzusetzen.

Infantino bekommt Unterstützung

Nachdem Gianni Infantino wegen heftiger Kritik von seinem Vorhaben Abstand genommen hatte, Anteile an den kommerziellen Rechten von FIFA-Wettbewerben – darunter die Männer- und Frauen-WM sowie die Club-WM – an private Investoren zu veräußern, legte Javier Tebas nach. Der spanische Liga-Chef betonte, das eigentliche Problem sei nicht der gescheiterte Deal, sondern eine Führungsstruktur, die zu viel Macht in den Händen weniger bündele, Kontrollmechanismen schwäche und wichtige Interessengruppen bei Entscheidungen außen vor lasse. Der Rückzug des Plans ändere nichts an den grundlegenden Problemen, sondern zeige lediglich einen Teil eines größeren Missstands.

Trotz der zunehmenden Kritik steht Infantino jedoch nicht ohne Rückhalt da. Der Schweizer, der sich im März kommenden Jahres in Rabat für eine letzte vierjährige Amtszeit als FIFA-Präsident zur Wahl stellen möchte, erhält weiterhin Unterstützung. So sprach ihm der ägyptische Fußballverband erneut das Vertrauen aus, und auch Marokko, Gastgeber des 77. FIFA-Kongresses im Jahr 2027, bekräftigte seine Unterstützung für den FIFA-Chef.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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