Begehrte Auszeichnung

Wirtschaftsnobelpreis geht an zwei US-Amerikaner

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Medizin-Nobelpreis auch an zwei Deutsche (5. Oktober)

Videoclip • 01:36 Min • Ab 12


Die Nobelpreisträger:innen 2026 werden vervollständigt: Am Montag (12. Oktober) wird der begehrte Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen. Hier im kostenlosen Livestream ansehen!

Das Wichtigste in Kürze

  • In Stockholm wurden in dieser Woche die Gewinner:innen der Nobelpreise verkündet. Am Freitag (9. Oktober) wurde in Oslo die Preisträgerin des Friedensnobelpreises verkündet.

  • Unter anderem die beiden Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel wurden zuvor mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

  • Es verbleibt der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften – der wird am Montag (12. Oktober) verliehen.

Update: In diesem Jahr erhalten die Wissenschaftler Robert E. Hall sowie Michael Woodford den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Dies gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.

Die Nobelpreise sind ebenso begehrt wie renommiert – und ihre Verleihungen sind aufgrund von praktisch sicheren Überraschungen stets spannend. Auch in diesem Jahr werden in Stockholm und Oslo wieder die Preisträger:innen verkündet.

Wer den Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften erhält, wird am Montag (12. Oktober) ab etwa 11:30 Uhr mitgeteilt. Im vergangenen Jahr durften sich drei Forscher über die Auszeichnung freuen: Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt wurden für ihre Arbeiten zum stetigen Wachstum von Volkswirtschaften geehrt. Und dieses Jahr?

Sieh dir hier die Verkündung des Wirtschaftsnobelpreises im kostenlosen Livestream an!

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Auch in den News:

Preis mit etwa einer Million Euro dotiert

Dotiert sind die Auszeichnungen mit zwölf Millionen schwedischen Kronen (rund einer Million Euro) pro Preiskategorie. Verliehen werden die Nobelpreise dann am Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, dem 10. Dezember. Außer dem Friedenspreis, der in Oslo übergeben wird, finden alle Verleihungen in Stockholm statt.

Alle Nobelpreisträger 2026 im Überblick

Hier findest du alle Preisträger:innen aus allen Kategorien.

+++ Friedensnobelpreis geht an Navanethem "Navi" Pillay +++

Der Friedensnobelpreis geht diesmal an Navanethem "Navi" Pillay – südafrikanische Juristin und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. Pillay werde "für ihre Bemühungen um die Förderung des Friedens und des Völkerrechts" geehrt, erklärte der Vorsitzende des Nobelkomitees, Jørgen Watne Frydnes am Freitag (9. Oktober). Sie sei eine der wichtigsten Rechtsexperten unserer Zeit, sagte Frydnes.

Von ihrer Auszeichnung wusste sie allerdings bis zur Verkündung nichts: "Leider haben wir Navi Pillay nicht erreicht", sagte Frydnes. Dann sprach er die Preisträgerin direkt an: "Wenn du eine norwegische Nummer anrufen siehst, geh bitte dran, wir würden liebend gerne mit dir sprechen."

Der Friedensnobelpreis 2026 geht an Navanethem "Navi" Pillay.

Bild: REUTERS


Die diesjährige Preisträgerin hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden.

Jørgen Watne Frydnes, Vorsitzender des Nobelkomitees

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+++ Literaturnobelpreis für "kühnes und erfinderisches Werk +++

Update: Anne Carson, Dichterin und Autorin aus Kanada, wird dieses Jahr mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Laut der Schwedischen Akademie in Stockholm erhält die 76-Jährige die Auszeichnung für ihr "kühnes und erfinderisches Werk, das im spielerischen Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen für die zeitgenössische Literatur geschaffen hat". So formulierte es die Ständige Sekretärin der Akademie, Ingrid Carlberg.

Carlberg berichtete, sie habe kurz mit der Preisträgerin telefonieren können. "Sie war sehr überrascht. Wir hatten nicht viel Zeit zu sprechen, aber sie hat mir erzählt, dass sie gerade in Island ist, um dem Wind zuzuhören."

Die Kanadierin Anne Carson war laut Akademie-Sekretärin "überrascht" von ihrer Auszeichnung.

Bild: Mark Lennihan/AP/dpa


+++ Chemie-Nobelpreis: Wertvolle Erkenntnis für Arzneien +++

Der Nobelpreis für Chemie geht an den Franzosen Henri B. Kagan sowie den Japaner Kenso Soai "für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese". Dies hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften beschlossen. Bei der Verkündung am Mittwoch (7. Oktober) hieß es, dass die Grundlagen für die Herstellung von Arzneimitteln für Chemiker:innen entscheidend seien.

Die Auszeichnung erhalten die beiden Forscher für die Lösung eines chemischen Rätsels: So gibt es bei einigen Molekülen, etwa Aminosäuren, zwei Varianten, die jeweils das Spiegelbild des anderen sind. Allerdings enthalten lebende Organismen nur eines dieser Spiegelbilder. Kagan von der Université Paris-Sud und Soai von der Tokyo University of Science konnten das Geheimnis lüften.

+++ US-Forscher freut sich über Physik-Nobelpreis +++

Der belgisch-amerikanische Teilchenforscher Francis Halzen wird dieses Jahr für entscheidende Beiträge zum Neutrino-Observatorium "IceCube" und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag (6. Oktober) in Stockholm mit.

Bei dem sogenannten "IceCube" handelt es sich um einen Kubikkilometer Gletschereis in der Antarktis, der mit Sensoren ausgestattet ist. "Seine Hartnäckigkeit und wissenschaftliche Vision haben den Weg für eine neue Art der Astronomie geebnet", lobte der Vorsitzende des Physik-Nobelkomitees, Mark Pearce, Preisträger Halzen.

Halzen, Professor an der Universität von Wisconsin in Madison, präsentierte seine Pläne erstmals 1988. Er erkannte, dass sich das Eis am Südpol zur Verfolgung von Neutrinos – oft Geisterteilchen genannt – eignet.

Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel (auf der Folie, von links) werden mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.

Bild: TT


+++ Zwei Deutsche sichern sich Medizin-Nobelpreis +++

Die beiden Deutschen Peter Hegemann und Georg Nagel sowie der US-Forscher Karl Deisseroth erhalten 2026 den Medizin-Nobelpreis. Ausgezeichnet werden ihre Entdeckungen im Bereich der Optogenetik, wie das Karolinska-Institut in Stockholm am Montag (5. Oktober) mitgeteilt hat.

Hegemann forscht an der Humboldt-Universität Berlin, Nagel an der Universität Würzburg. Die Forscher erhalten jeweils ein Drittel des Preisgelds von umgerechnet rund einer Million Euro.

Bei Optogenetik handelt es sich um eine Methode, mit der sich Zellen – meist Neuronen – mit Hilfe von Licht präzise an- oder abschalten lassen. Dabei werden sowohl genetische als auch optische Techniken kombiniert, um gezielt zelluläre Aktivität zu steuern – in lebendem Gewebe und sogar in frei beweglichen Tieren.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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