Drogenbeauftragter

Leihmutter-Debatte: Warum Hendrik Streeck laut Regierung kein Glaubwürdigkeitsproblem hat

Aktualisiert:

von Jacqueline Bittl

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Union sucht Spahn-Nachfolger (20. Juli)

Videoclip • 01:49 Min • Ab 12


Während Jens Spahn seit Bekanntgabe seiner Elternschaft durch eine Leihmutter politisch unter Druck steht, sieht die Bundesregierung bei seinem Parteikollegen Hendrik Streeck keinen Widerspruch.

Nach der aufgeheizten Debatte um die Leihmutterschaft von Unionsfraktionschef Jens Spahn zieht die Bundesregierung eine klare Trennlinie. Bei Drogenbeauftragtem Hendrik Streeck (CDU) sieht die Regierung keinerlei Anlass für politische Konsequenzen – obwohl auch er und sein Mann ihre Vaterschaft im April bekannt gemacht hatten.

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Umstände der Vaterschaft sind nicht bekannt

Der entscheidende Unterschied liegt laut Regierungssprecher Stefan Kornelius in der politischen Biografie: "Herr Streeck hat keine politischen Forderungen vertreten, die seiner persönlichen Lebensführung entgegenstehen. Das heißt, es gibt bei ihm keine Frage der politischen Glaubwürdigkeit." Kornelius appellierte: "Und deswegen bitte ich, diese sehr klare Unterscheidung auch zu respektieren."

Streeck äußerte sich bislang nicht zu den näheren Umständen seiner Elternschaft. Laut dem Magazin "Bunte" soll das Kind im US-Bundesstaat Idaho zur Welt gekommen sein, aber ist das auch ein Hinweis darauf, dass eine Leihmutterschaft in den Vereinigten Staaten stattgefunden hat?

Die Kontroverse rund um Jens Spahn zog weitaus größere Kreise, nach anhaltender Kritik zog sich der CDU-Politiker am 18. Juli von seinem Führungsamt zurück. Zumindest finanziell dürfte das für den CDU-Politiker keine großen Auswirkungen haben, auch nach seinem Rücktritt stehen Spahn rechnerisch noch rund 17.300 Euro pro Monat aus dem Bundestagshaushalt zu.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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